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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Gemeinde drängt auf Vergleich

28.04.2018

Wangerland Langsam aber stetig wachsen auf der Windpark-Fläche bei Haddien die Türme der vier 150 Meter Windräder in die Höhe. Die Firma Enercon in Aurich hat die Baustelle fest in der Hand – und tritt auch finanziell in Vorleistung, weil Gemeinde und ihre Tochter Bürgerenergie Wangerland (BEW Verwaltungsgesellschaft mbH, Oldenburg) lange keinen Finanzierer gefunden haben.

Grund dafür ist die Klage, die der Nabu-Landesverband gegen die Windpark-Standorte südlich von Hohenkirchen mit drei Windrädern und bei Tettens mit sieben Windrädern angestrengt hat. Der Naturschutzbund macht unter anderem geltend, dass die Vogelzählungen unzureichend gelaufen sind und der Vogelschutz zu wenig Berücksichtigung findet.

Die Klage wartet auf Behandlung – und offenbar ist sie sehr aussichtsreich. Denn hinter den Kulissen wird gerade wieder heftig verhandelt.

Ein sichtbares Zeichen dafür: Die Stangen mit Flatterband, mit denen Bodenbrüter von der Fläche südlich von Tettens ferngehalten werden sollten, sind vergangene Woche verschwunden. Die Vergrämung dort wurde also abgebrochen.

Hintergrund ist, dass BEW und Gemeinde auf einen Vergleich drängen: Sie haben offenbar angeboten, auf drei der sieben südlich von Tettens geplanten Windkraftanlagen verzichten zu wollen, wenn der Nabu die Klage fallen lässt. Die drei südlich von Hohenkirchen geplanten Anlagen sollen ebenfalls gebaut werden können, so der Vergleichsvorschlag. Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena äußert sich nicht zum Fortgang der Windparkplanungen. Er verweist auf BEW – doch von dort gibt es keine Reaktion auf Anfragen.

In die Verhandlungen eingeklinkt hat sich auch Umweltminister Olaf Lies: Er will die Parteien zu Gesprächen in seinem Ministerium an einen Tisch bringen. Erst am Donnerstag hatte Lies an den Bundes-Wirtschaftsminister appelliert, den Windkraft-Ausbau als wichtig für Klimaschutz und Arbeitsplätze nicht auszubremsen.

Zurzeit ist noch offen, ob der Nabu auf das Kompromissangebot von BEW eingeht. Angesichts der als sehr aussichtsreich bewerteten Klage hofft indes die Bürgerinitiative „Mein Wangerland“, dass der Klageweg weiter beschritten wird. Denn wenn das Gericht der Argumentation der Naturschützer folgt, dass auf den Flächen naturschutzfachliche Belange ge­gen den Bau von Windrädern spricht, dürfte auch die Äußerung des Bürgermeisters nicht ziehen: Der hatte mehrfach angekündigt, dass die beiden Sonderflächen Windenergie bei Hohenkirchen und Tettens bei Scheitern der Windparkpläne an andere Investoren vergeben werden könnten – und dann sei mit deutlich höheren Anlagen zu rechnen als den geplanten 150 Meter Enercon-Windrädern.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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