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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Neuer Investor soll neue Gutachten beauftragt haben

26.02.2019

Wangerland Die Bürgerinitiative „Mein Wangerland“ rechnet in dieser Woche mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg über den Eilantrag des Naturschutzbundes (NABU), der sich gegen den Bau von Windkraftanlagen bei Hohenkirchen und südlich von Tettens gewandt hatte.

Von „Eilantrag“ gegen die Windparkflächen kann mit Blick auf die Verfahrensdauer allerdings keine Rede mehr sein – der Antrag datiert von Ende März 2017 und ist somit fast zwei Jahre alt. Ursache sind nachgereichte Gutachten und Stellungnahmen. In und um die Flächen Hohenkirchens und südlich von Tettens gibt es zahlreiche Brut- und Rastvögel, viele davon stehen auf der Roten Liste.

„Das Ergebnis dieses Verfahrens scheint aber die Gemeinde Wangerland mit deren Tochtergesellschaften nicht mehr wirklich zu interessieren“, behaupten Dietmar Engelbart und Uwe Spelsberg als Sprecher der Initiative „Mein Wangerland“. Die will erfahren haben, dass es bereits eine neue Betreibergesellschaft gibt, die für die Flächen bei Hohenkirchen und Tettens mit bislang drei beziehungsweise sieben geplanten Windkraftanlagen bereits neue Gutachten zur Vogel-Erfassung in Auftrag gegeben hat. Bislang will die Bürgerenergiegesellschaft Wangerland mbH (BEW) die Flchen entwickeln

Bebauung befürchtet

„Bei der neuen Betreibergesellschaft handelt es sich um die Windpark Bassens GmbH und Co KG“, so die Bürgerinitiative. „Daher stellen wir uns nun die Frage, ob neben den vermutlich verkauften Projektrechten zur Errichtung von Windkraftanlagen in diesen beiden Gebieten auch die ursprünglichen zehn Potenzialflächen verkauft worden sind“, so die Sprecher der Initiative. Das könnte nach Meinung von Engelbart und Spelsberg zu einer weiteren Bebauung auch in den anderen oder sogar vielleicht in allen Potenzialflächen führen, befürchtet „Mein Wangerland“. Die Gemeinde bestätigte auf Rückfrage nur, dass die BEW Gespräche mit mehreren Interessenten führe.

Nach wie vor ist die Initiative für Energie aus Windkraft oder Sonne. „Das ist eine tolle Sache. Man darf dabei aber die Bedeutung von Mensch und Natur nicht unter die Interessen der Geldmacherei Einzelner stellen“, so Uwe Spelsberg. „Genau das passiert hier im Wangerland.“

Zwar seien die gesetzlich vorgeschriebenen Abstände zur Wohnbebauung eingehalten, aber nach Auffassung der Initiative zu gering. Zulässig ist die zweifache Höhe der Windkraftanlage zur Wohnbebauung. „Das bedeutet: Als Abstand ist in unserem Fall bei einer Anlagenhöhe von 150 Metern ein Abstand von 300 Metern erlaubt“, so Engelbart.

Neue Pläne unbekannt

Wie die neuen Pläne der neuen Projektierer aussehen, ist noch ungewiss. „Wir sind gespannt“, heißt es bei „Mein Wangerland“ mit abwartender Skepsis. Bürgermeister Björn Mühlena habe den Mitgliedern der Initiative im Falle eines Scheiterns der gemeinde-eigenen Windkraftanlagen an­geblich Anlagen von bis zu 200 Metern angekündigt.

„Wir verlangen einfach nur mehr Respekt für Mensch und Natur und wünschen uns, dass unsere Forderung von mehr Abstand zur Wohnbebauung von mindestens 1000 Metern berücksichtigt wird“, so „Mein Wangerland“. Dabei liege man sogar unter den gesetzlichen Vorgaben anderer Bundesländer, die einen Mindestabstand von der zehnfachen Höhe der Anlagen zur Wohnbebauung festlegen. „Das wären hier dann 1500 Meter – und nicht etwa die geltenden 300.“

„Mein Wangerland“ sieht zurzeit nicht, dass sich die Dinge in ihrem Sinne entwickeln: „Wir blicken mit großer Sorge auf die weiteren Windkraft-Pläne in der Gemeinde Wangerland.“

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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