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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Pläne für „Meeresstern“ stehen

31.08.2018

Wangerooge Nun nehmen die Baumaßnahmen langsam Gestalt an: Die Sanierungen und Umbauten des „Haus Meeresstern“ auf Wangerooge könnten 2020 beginnen. Das berichtete Bürgermeister Marcel Fangohr im Bauausschuss. Die Kosten: 10 Millionen Euro.

Wie berichtet, war die Zukunft des Hauses lange ungewiss. Wegen teurer Brandschutzmaßnahmen hatte sich der St. Willehad-Verein als Träger nicht in der Lage gesehen, den Betrieb allein weiterzuführen. 2016 hatte der Verein angekündigt, das Haus Ende 2018 zu schließen. Doch dann fand sich eine kirchliche Stiftung, die das Bildungs- und Gästehaus retten will: die Ludgerus-Stiftung aus Vechta hat angekündigt, die Sanierung mit eigenem Geld und ohne Kirchensteuern zu finanzieren.

Weitere Gespräche

„Die Bauarbeiten könnten frühestens 2020 beginnen“, so Fangohr. Zunächst werde der Altbau umgebaut, dann kämen die drei Blocks südlich. „Wenn ein Block nicht benötigt wird, könnte ihn möglicherweise die Gemeinde für Dauerwohnraum übernehmen“, so Fangohr. Das seien allerdings nur Überlegungen – noch stehe nichts fest. Gespräche dazu sollen bald stattfinden.

Ein weiteres Thema im Ausschuss: Der Umbau des „Hindenburgplatzes“ am Bahnhof. Geplant ist, auf dem jetzigen Spielplatz einen Minigolfplatz zu bauen. Die FLN Frisia-Luftverkehr, die schon den Kiosk „Hangar 7“ betreibt, plant, ein Minigolfservicegebäude mit Imbiss zu bauen. Der Spielplatz wird dann weiter östlich auf die Erhöhung im Bahnhofspark verlegt.

Der jetzige Bebauungsplan gibt das indes nicht her – deshalb ist eine Befreiung notwendig. „Der Ausschuss hat dem zugestimmt, da der neue Bebauungsplan dies ohnehin vorsieht“, so Fangohr auf Nachfrage. Das Vorhaben sei ein touristisches Angebot und im öffentlichen Interesse. Der Bauantrag werde jetzt gestellt, möglicherweise könnten die Bauarbeiten schon in diesem Jahr beginnen.

Pläne für Bahn-Fläche

Ebenfalls vorgestellt wurde im Ausschuss ein Vorentwurf zu Umbaumaßnahmen hinter dem Bahnhof. Das etwa 10 000 Quadratmeter große Gelände an der nördlichen Siedlerstraße gehört der Deutschen Bahn, soll aber entwidmet werden. Die Idee von Bauabteilung, Planungsbüro NWP aus Oldenburg und Investor Dirk Onnen: es könnten Gebäude mit Gewerbe im Untergeschoss sowie Wohnraum im Obergeschoss entstehen – wenn gewünscht, Parzellen für Insulaner. Weiter östlich, Richtung Überwegung zur Rösingstraße könnte eine Ferienhaussiedlung entstehen, mit elf Ferienhäusern jeweils mit kleinem Garten.

„Das ist aber erst eine Idee“, betonte Fangohr. „Zunächst muss geklärt werden: Was wollen wir? Was ist das Ziel für dieses Gelände?“ Und bis es zur Entwidmung komme, würde es ohnehin noch ein dreiviertel Jahr dauern.

Weitere Themen und Beschlüsse


Antrag auf Befreiung vom Bebauungsplan an der Zedeliusstraße 24 zur Errichtung eines Vorbaus: Wurde zurückgestellt, da noch unklar ist, was dort geplant ist. Offen war, ob der „Brotway“ dort weiter bestehen würde.


 Antrag auf Befreiung vom Bebauungsplan an der Zedeliusstraße 35/37 zum Neubau einer Bratwurst-Holzbude: Abgelehnt, da es eine feste Definition von Bebauung gibt. So müsste der Bau nach vorn geöffnet sein bzw. an den Seiten verglast – das war nicht vorgesehen.


 Nutzungsänderung von Wohnungen in einem Beherbergungsbetrieb an der Zedeliusstraße 41: Zurückgestellt, da dies laut jetzigem Bebauungsplan nicht möglich ist und noch nicht klar ist, was der künftige B-Plan vorsieht.


 Neubau eines Mehrfamilienhauses, Dorfgroden 36: abgelehnt, da die Vorgaben von Grundflächenzahl (GRZ) und Geschossflächenzahl (GFZ) überschritten werden – das würde mehr Wohnfläche generieren als erlaubt.


 Antrag auf Anbau eines Balkons im Ober- und Dachgeschoss mit Erhöhung der Dachgaube, Straße zum Westen 23: zugestimmt (eine Enthaltung), da die leichte Erhöhung keine Auswirkungen auf Wohnraum hat.


 Antrag FDP, Aufhebung der Satzung zur Regelung der Außenwerbung: zwar abgelehnt (die Ausschussmitglieder sehen keinen Grund zur Aufhebung), aber an den Finanzausschuss weitergeleitet, um die Regelung möglicherweise zu überarbeiten.


 Im Finanzausschuss soll zudem über die Festlegung von Bußgeldern diskutiert werden – bisher gibt es keine Definitionen (etwa bei Lärm oder wenn Hundekot nicht beseitigt wird).


Auch über Geschwindigkeitsbegrenzungen für E-Bikes soll nachgedacht werden: Offenbar kommt es immer wieder vor, dass Radfahrer mit E-Bikes bis zu 40 km/h fahren. Zum Vergleich: E-Karren dürfen höchstens 15 km/h fahren.



 Auf Nachfrage der NWZ: Der Vorbau an der Zedeliusstraße 45 muss umgebaut werden. Anfang des Jahres fand dort eine Begehung des Landkreises statt und es wurde festgestellt: die Vorgaben zum Bau der Veranda wurden nicht erfüllt. So muss eine Veranda ein abgeschlossener Bereich sein, getrennt vom übrigen Teil des Gebäudes. Der Umbau soll aber nicht in der Saison stattfinden.


 Derzeit werden Pumpe und Kabel unterhalb des Schwimmbads kontrolliert, repariert und möglicherweise ausgetauscht. Wie berichtet, war dort Anfang des Jahres der Blitz eingeschlagen. „Die Pumpe ist aber ohnehin rund 30 Jahre alt – vielleicht ist es sinnvoller, sie gleich komplett auszutauschen“, so Fangohr.

Antje Brüggerhoff
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965312
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