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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Bürgermeisterwahl: Von Strandsicherung bis Wohnungsbau

12.06.2018

Wangerooge Finanzen, Strand, Wohnraum und Fähranbindung: Bei der „Elefantenrunde“ zur Bürgermeisterwahl auf Wangerooge hat Moderator Gerhard Snitjer sechs der acht Bürgermeisterkandidaten befragt. Uwe Osterloh und Dr. Fritz Peters nahmen nicht teil. Organisiert wurde der Nachmittag vom Bürgerverein, rund 300 Interessierte hörten zu.

Die Wahl

des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin findet am 17. Juni von 8 bis 18 Uhr statt. Die Kandidaten: (in alphabetischer Folge) 
Christoph Brunswick (parteilos, 43 Jahre, aus Datteln)
Thomas Commichau (parteiunabhängig, 58, Wangerooge)
Marcel Fangohr (CDU/Grüne, 36)
Beate Grimm (parteiunabhängig, 54, Wangerooge)
Nils Krummacker (FDP, 55, Westerstede)
Tina Mißmahl (parteilos, 45, Wangerooge)
Uwe Osterloh (zurückgetreten)
 Dr. Fritz Peters (parteiunabhängig, 65, Wangerooge).

Finanzen regeln 

Tina Mißmahl: Wir sollten mehr mit eigenen Mitarbeitern arbeiten. Es könnten ein oder zwei Straßenbauer eine Straße nach der anderen sanieren, so müssten wir nicht für jede Aufgabe neue Architekten engagieren.

 Nils Krummacker: Die Saison sollte verlängert werden, um mehr Kurbeitrag zu generieren. Nur mit eigenen Mitarbeitern zu arbeiten könnte problematisch werden, da andere Tarife gelten. Günstiger kann es sein, die handwerkliche Leistung extern einzukaufen.

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Beate Grimm: Das Problem ist, dass wir durch die touristischen Einnahmen eine hohe Steuerkraftmesszahl haben – die Abgaben sind dadurch hoch. Ich werde an das Land herantreten und die Prof-Kopf-Rückzahlung auf mindestens 5000 oder gar 10 000 Euro zu erhöhen.

 Marcel Fangohr: Die Nebensaison zu beleben ist gut, würde aber das Defizit nicht decken. Die Zuweisungen des Landes verschleiern das Problem nur – wenn die Wirtschaftskraft wieder schlechter ist, werden die Gelder gestrichen. Wichtig ist: eine langfristige Küstenschutzmaßnahme zur Sicherung des Strandes.

 Thomas Commichau: Die Vor- und Nachsaison muss belebt werden, um mehr Gäste auf die Insel zu locken – die zahlen den Kurbeitrag. Wir müssen zudem den Strand dauerhaft sichern – und hier müssen wir den Bund in die Verpflichtung nehmen, uns zu unterstützen.

 Christoph Brunswick: Eine Steuererhöhung ist für mich ausgeschlossen. Es ist eine sehr wichtige Maßnahme, den Bund in die Pflicht zu nehmen, um den Strand als Küstenschutz anzusehen und dauerhaft unterstützt zu werden.

Strand sichern

 Fangohr: Es sind bauliche Maßnahmen nötig: Buhnen, Deckwerk und vielleicht auch die untere Strandpromenade müssten so angepasst werden wie auf anderen Inseln – hier kann man voneinander lernen. Zudem sollte der NLWKN einbezogen werden – dort kann man Fördergelder generieren, die auch für den Tourismus gedacht sind.

 Grimm: Die Verhältnisse auf Wangerooge sind anders als auf anderen Inseln. Das Problem ist ja die Sicherung des Badestrande: eine Möglichkeit wäre, nur die Hälfte des Sandes aufzufahren, um ihn auch barrierefrei zu halten. So könnten wir Geld sparen.

Krummacker: Eine so genannte Großbuhne wäre möglich, um die Strömung so abzulenken, dass sie nicht auf den Badestrand trifft. Das wäre aber eine Großbaumaßnahme. Darüber hinaus könnte man einen Untersuchungsantrag stellen, um die Strömungsverhältnisse untersuchen zu lassen und zu sehen, was langfristig beachtet werden muss.

Mißmahl: Ich habe an der Universität in Groningen studiert und weiß: die haben einen großen Wasserwirschaftlichen Teil. Dorthin könnte man alle Unterlagen von Wangerooge geben, um von jungen Ingenieuren berechnen zu lassen, ob es Sinn macht, ein Sturmflutsperrwerk vor die Insel zu lagern, um die Ursache zu bekämpfen.

Brunswick:  In Ameland (NL) wurde eine große Buhne gebaut, so könnte man rund 60 Prozent der Sandauffahrmaßnahmen einsparen. Aber ich denke, dauerhaft kommt man ganz ohne Sandfahren nicht aus. Aber man müsste das so regeln, dass Bund, Land und Wangerooge gemeinsam für die Kosten aufkommen.

 Commichau: Ich bin der festen Überzeugung: Wenn wir an der Buhne H arbeiten würden, würde die Strömung so abgelenkt, dass der Großteil des Sandes nicht an den Osten sondern an den Hauptbadestrand angespült wird. Aber: wir werden in den kommenden Jahren auch gar nicht ausreichend Sand zur Verfügung haben. Es wird ausgebaggert ohne Ende: warum kann man das nicht am Osten der Insel landen lassen.

Wohraum schaffen

Commichau: Es fehlt Wohnraum nicht nur für die Senioren, sondern auch für junge Arbeitnehmer, die wir dringend brauchen. Dafür brauchen wir aber größere Wohnungen. Wir müssen möglichst schnell die Überlegungen umsetzen, die schon lange existieren: die Obergeschosswohnungen im Karree auszubauen und zehn bis 12 Wohnungen einzurichten.

 Fangohr: Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, eine Genossenschaft zu gründen. So könnte man auch an Fördergelder kommen. Kein Investor sollte Wohnraum schaffen, sondern wir als Insulaner.

 Grimm: Die Gemeinde hat bereits die Grundschule umgebaut mit Fördergeldern aus dem Wattenmeerachter – das ist eine gute Möglichkeit. So muss es weitergehen. Die Sanierung der gemeindeeigenen Wohnungen muss angegangen werden. Weitere Wohnungen werden durch die Bauleitplanung entstehen – so wird die Anzahl von Dauermietwohnungen festgesetzt.

 Krummacker: Eine genossenschaftliche Wohnungsbaugenossenschaft kann eine Lösung sein, wenn es der Gemeinde gelingt, Investoren zu finden. Dann kann ich in einzelnen Fällen sogar über vorhabenbezogene Bebauungspläne ganz konkret das Baurecht schaffen, das ich brauche, um eine Wohnanlage für Personal, junge Insulaner und Familien zu bauen.

 Mißmahl: Natürlich sollte es mehr Wohnraum für Insulaner geben, aber auch die Liegenschaften, die wir haben, müssen instandgehalten werden. Das ist aber auch eine politische Entscheidung: als Bürgermeister kann man Beschlüsse nur vorbereiten.

 Brunswick: Eine gemeindeeigene Gesellschaft ist für mich eine Option. Um Wohnraum zu schaffen, aber auch im Bestand zu renovieren, ist das mit eigenen Leuten zu machen. Im Winter werden so viele Mitarbeiter der Kurverwaltung in die Teilarbeitslosigkeit geschickt – da sind viele Handwerker dabei, die arbeiten könnten.

Bessere Anbindung

Mißmahl: Wir sollten die Anbindung nicht mehr über Sande, sondern über Wilhelmshaven laufen lassen.

 Krummacker: Wir sollten die Zuständigkeit öffentlich ausschreiben und alle 10 bis 20 Jahre den besten Anbieter suchen.

 Grimm: Wir sollten auf die Solltiefe des Fahrwassers achten, um eine bessere Schiffsverbindung zu haben.

Fangohr: Wir sollten nach weiteren Alternativen zur Bahn schauen und zum Beispiel eine zusätzliche Lok auf der Straße fahren lassen.

 Commichau: Wir sollten modernere Fahrzeuge für die Verbindung einsetzen.

 Brunswick: Um eine Ausbaggerung kommen wir nicht herum. Leider gibt es keinen ortsnahen Hafen.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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