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Erhalt des Leuchtturms Roter Sand: „Turm steht auch in 50 Jahren noch“

04.05.2021

Wangerooge Der Förderverein Leuchtturm Roter Sand sieht anders als ein Gutachten der Stiftung Deutscher Denkmalschutz das maritime Denkmal durch den Klimawandel und damit verbundene Extremwellen nicht in Gefahr. „Der Turm ist von Grund auf noch stabil“, teilte der Verein mit. Durch eine geschätzte Erhöhung des Meeresspiegels bis 2050 um 24 Zentimeter seien die Auswirkungen der Wellen auf den Turm nicht wesentlich höher als heute.

Roter Sand

Der Leuchtturm Roter Sand gilt als erstes Offshore-Bauwerk der Welt. Das rot-weiße Seefeuer 50 Kilometer vor Bremerhaven und 7,2 Seemeilen (ca. 13 Kilometer) nordöstlich von Wangerooge wies acht Jahrzehnte lang Schiffsführern in der Nordsee den Weg. Ab 1964 wurde das Seezeichen nicht mehr benötigt, seit 1982 steht es unter Denkmalschutz.

Sanierungsvorschläge des Gutachters, die eine Versetzung des 135 Jahre alten Bauwerks auf ein neues Fundament an anderer Stelle vorsehen, lehnt der Förderverein ab. „Wir verkennen nicht, dass viele teure Reparaturen anstehen, aber das sind doch gegenüber einem Versetzen des Sockelneubaus Kosten, die im überschaubaren Rahmen liegen“, heißt es in der Stellungnahme. Nach einer Sanierung werde der Turm auch in 50 Jahren noch stehen.

Ein von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Auftrag gegebenes Gutachten weist auf starke Korrosionsschäden an der Stahlkonstruktion und die Belastung durch den steigenden Meeresspiegel hin. Ein „Gesamtverlust der Standsicherheit“ sei innerhalb des nächsten Jahrhunderts möglich, hatte der Gutachter vor zwei Wochen gesagt. DSD-Projektarchitekt Matthias Wagner hatte gesagt, der Turm sei für die heutigen Belastungen „nicht präpariert“.

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Der Leuchtturm zwischen Wangerooge und Helgoland ist das bekannteste Seezeichen an der deutschen Nordseeküste.

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