• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Jetzt bloß nicht krank werden!

21.11.2019

Wangerooge Auch ein Arzt braucht mal Urlaub – und wenn er wie Wangerooges Hausarzt seit mehr als eineinhalb Monaten allein arbeitet, erst recht. Die Ankündigung von Dr. Frank Kortenhorn, dass seine Hausarztpraxis vom 25. November bis 9. Dezember geschlossen bleibt, treibt vielen Inselbewohnern die Sorgenfalten auf die Stirn. Denn eine Vertretung auf der Insel wird es nicht geben. Heißt: Bloß nicht krank werden – denn dann wird es kompliziert.

Denn die Vertretung für Wangerooge übernehmen die beiden Arztpraxen in Hohenkirchen von Dr. Stefan Steudtner und Dr. Michael Benjes mit. „Das bedeutet: Wer zum Arzt muss, muss ans Festland“, bestätigt Helmut Scherbeitz, Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen in Oldenburg/Wilhelmshaven.

„Normalerweise übernehmen die nächsten umliegenden Praxen in solch einem Fall die Vertretung – doch auf Wangerooge gibt es keine zweite Praxis, deshalb die Vertretung in Hohenkirchen“, erklärt Scherbeitz.

Besondere Situation

Das sei nun eine besonders schwierige Situation, sagt er. „Und wir sind uns dessen bewusst.“

Das Problem: Trotz intensiver Suche nach einem zweiten Hausarzt für Wangerooge ist noch keiner gefunden. „Wir haben bundesweit Anzeigen geschaltet und mittlerweile sogar einen Headhunter eingesetzt. Doch es ist nicht einfach, einen Arzt für die Insel zu finden“, sagt Scherbeitz.

Wie berichtet, war der zweite Inselarzt Dr. Hans–Henning Hoppe zum 1. Oktober aus der Hausarztpraxis ausgestiegen. „Seitdem ist Dr. Kortenhorn der einzige Kassenarzt auf der Insel“, so Scherbeitz. „Wir konnten seit 1. Oktober in seiner Praxis eine Vertretung – sowohl eine Ärztin als auch eine Helferin – stellen.“ Doch trotz aller Bemühungen habe es die KVN nicht geschafft, auch für die kommenden zwei Wochen einen Vertretungsarzt zu finden. „Und die Vertretungen sind ohnehin nur eine Notlösung – unser Ziel ist nach wie vor, einen zweiten Hausarzt zu finden. Wir wollen eine Dauerlösung“, betont der KVN-Geschäftsführer.

Weil Kortenhorn zugleich Notarzt Wangerooges ist, hat auch der Landkreis Friesland als Träger des Rettungsdienstes großes Interesse daran, die zweite Hausarztstelle wiederzubesetzen – und die Gemeindeverwaltung Wangerooge ohnehin.

Notarzt vor Ort

Die Kreisverwaltung Friesland weist darauf hin, dass der Rettungsdienst auf der Insel rund um die Uhr durch qualifizierte Notfallsanitäter/Rettungsassistenten und Rettungssanitäter gewährleistet ist: „So lange die Hausarztpraxis nicht besetzt ist, steht für die Notfallrettung des Rettungsdienstes ebenfalls rund um die Uhr als Notarzt Dr. Hoppe auf der Insel zur Verfügung“, teilt Kreis-Sprecherin Nicola Karmires mit.

Der Rettungsdienst ist wie gehabt unter der Notrufnummer 112 zu erreichen. „Der Rettungsdienst sorgt dafür, dass Notfälle so schnell wie möglich ans Festland zur Behandlung kommen“, betont Scherbeitz.

Die Hausarztpraxis Wangerooge weist unterdessen darauf hin, dass sich die Wangerooger Einwohnerinnen und Einwohner für die zwei Wochen ohne Hausarzt auf der Insel möglichst bis zum Wochenende mit ausreichend Medikamenten versorgen sollten.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965311
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.