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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Menschen: ,Im Inselwesten ist oft nichts los‘

13.01.2018

Wangerooge Von oben betrachtet, sieht Wangerooge aus wie ein Seepferdchen. Am oberen Bauch ist die Dorfmitte – da sind Geschäfte, Restaurants und Kneipen. Da ist im Sommer was los. Wandert man zum Kopf des Seepferdchens, wird es ruhiger und ruhiger. Dort wohnt Daniel Daumann. Und er findet: „Hier könnte viel mehr los sein.“

Mit 15 Jahren zog Daniel auf die Insel Wangerooge. Er stammt aus Bremen, die Insel kannte er aus dem Urlaub. „Dann fand meine Mutter dort Arbeit und nahm mich mit“, erzählt der heute 34-Jährige. Seitdem wollte er nicht wieder weg.

Während die einen im Jugendalter die weite Welt und das Stadtleben suchen, fühlte sich Daniel auf der eher ruhigen Insel pudelwohl. „Ich mag die Hektik in der Stadt nicht besonders“, sagt er. Manchmal fuhr er noch nach Bremen, pendelte, weil er in der Stadt Aushilfsjobs fand. „Aber ich war jedes Mal froh, wenn ich wieder zurück nach Wangerooge kam.“

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Von Aushilfe zum Leiter

Auch auf der Insel fand er Arbeit: im Schullandheim „Haus Am Meer“. Zuerst half er nur aus, dann wurde die Arbeit mehr – und seit drei Jahren leitet er das Heim. Seine Aufgaben? „Alles.“ Ob Handwerk, Kochen oder Ware bestellen – die Arbeit ist sehr vielfältig. Und genau das mag Daniel. „Ich könnte nicht den ganzen Tag im Büro sitzen. Kein Tag ist wie der andere und mir wird nie langweilig.“

Langweilig wird ihm auch nicht, wenn er mal nicht arbeitet: „Dann gehe ich spazieren, an den Strand, treffe mich mit Freunden. . .“ Oder er verbringt Zeit mit seiner Freundin Melissa Schmidt. Die ist vor zwei Jahren übrigens auch aus der Stadt auf die Insel gezogen. Eigentlich wollte sie nur eine Saison auf der Insel arbeiten – doch dann traf sie Daniel und die Pläne änderten sich.

Aber: Wenn Daniel mit Freundin oder Freunden weggehen möchte, eine Kneipe oder Bar besuchen will, dann muss er stets ins Dorf radeln. „Im Inselwesten ist oft nichts los. Und das finde ich ziemlich schade. Er wirkt wie ein Abstellplatz.“

Sein größter Wunsch: dass der Westen mehr Anschluss findet und mehr in das Inselleben einbezogen wird. „Das fängt schon damit an, dass es gar keine Beleuchtung an der Straße zum Westen gib – zum Osten übrigens auch nicht.“ Allein das würde den Westen attraktiver machen, findet Daniel.

Auch Attraktionen – wie zum Beispiel das Walskelett – oder Feste und Partys würde er im Westen durchaus gern sehen. Wobei Daniel allgemein festgestellt hat: „Früher gab es mehr Partys, es gab das Beachvolleyballturnier und andere Höhepunkte.“

Schneller Anschluss

Davon abgesehen, fühlt sich Daniel auf Wangerooge sehr wohl. „Schon als ich neu hergezogen bin, habe ich schnell Anschluss gefunden und gemerkt: Die Wangerooger halten zusammen.“

Wangerooge – also das Zuhause für den Rest des Lebens? „Ich kann mir vorstellen, dass es im Alter schwieriger wird, weil es hier keine Fachärzte gibt“, sagt Daniel. „Aber wenn ich gesund bleibe steht für mich fest: Hier will ich nicht wieder weg.“

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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