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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Naturschutz: Damit Heide eine Chance hat

16.11.2019

Wangerooge Kartoffelrose, Spätblühende Traubenkirsche, Apfelbeere und Schwedische Mehlbeere – das sind schön blühende Gehölze und dennoch fehl am Platz in Wangerooges Küstendünen-Heide: Seit Anfang November wird in den Dünen westlich des Inseldorfs deshalb auf 0,5 Hektar die Kartoffelrose gefällt und samt Wurzeln abgeschält. Dadurch werden offene Bodenflächen gewonnen, auf der die Heide sich regenerieren kann.

Die Maßnahme ist Kompensation für den Deckwerksbau des Wasser- und Schifffahrtsamts Wilhelmshaven (WSA). Denn bei der Deckwerks-Sanierung werden auch Dünenareale überbaut. Die Heide-Renaturierung ist mit der Nationalparkverwaltung abgestimmt und wird von dieser fachlich begleitet.

Die Heide auf Wangerooge ist das größte zusammenhängende Küstendünen-Heide-Gebiet mit Besenheide auf den Ostfriesischen Inseln und im Rahmen des Europäischen Schutzgebiets-Netzes Natura 2000 besonders geschützt, erklärt die NationalparkVerwaltung. Die Heide hat sich westlich des Dorfs seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und ist landschaftsprägend. Doch durch die Festlegung der Dünen fehle eine natürliche Dynamik – die Folge sind Verbuschung und Ausbreitung von gebietsfremden Gehölzen wie der Kartoffelrose.

Bereits 2011 war auf einer Heidefläche großflächig Gehölz gerodet worden. Auf dem rohen Boden siedelten sich danach Heide und Graudünen-Grasfluren an, außerdem Borstgras-Bestände und gefährdete Pionierarten der feuchten Dünentäler wie Zwerglein und Sumpfbärlapp.

Ziel der Nationalpark-Verwaltung: Die Kartoffelrose soll auf Dauer aus der Wangerooger Heide verdrängt werden.

Die WSA-Rodung wird rund zwei Wochen dauern. Nachpflegearbeiten durch Freiwilligen-Gruppen sind dann in den Sommermonaten geplant.

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