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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Blick aufs neue Jahr und fehlenden Strand

14.01.2019

Wangerooge Tourismusstandort Wangerooge, bezahlbarer Wohnraum auf der Insel, die finanzielle Situation der Inselgemeinde – in seiner Neujahrsansprache vor rund 120 Gästen und Ehrengästen vom Festland hat Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr am Sonntag im Parkhotel New Hampshire etliche Themen angesprochen, die die Insel immer wieder und vermutlich noch lange beschäftigen werden. Das Thema „Strand“ wollte er wie auch die Dauerbrenner Deckwerkssanierung, Hafenumbau und die Fahrrinnenausbaggerung eigentlich aussparen – doch das Orkantief „Benjamin“, das vergangene Woche im Norden tobte und große Teile von Wangerooges Strand wieder ins Meer gerissen hat, machte zumindest diesen einen Vorsatz für das neue Jahr zunichte. Der nicht mehr vorhandene Strand war natürlich großes Thema.

Das Thema „Gemeinsamkeit“ durchzog viele Themen Fangohrs für die Insel. Und auch beim Strand geht es nur gemeinsam: „Der Landkreis Friesland wird uns in diesem Jahr wieder mit 100 000 Euro unterstützen“. Und auch das Land Niedersachsen hilft: zweimal 270 000 Euro – insgesamt also 540 000 Euro – fließen an Bedarfszuweisungen für 2018 und 2019 aus Hannover nach Wangerooge. „Da die Mittel nicht zweckgebunden sind, wird damit der Strandaufbau mitfinanziert.

Beim Neujahrsempfang blickte Marcel Fangohr, der am Sonntag genau ein halbes Jahr im Amt war, auch zurück: Er erinnerte ganz besonders an seinen Amtsvorgänger Dirk Lindner, der im vergangenen Januar plötzlich und unerwartet gestorben ist. Eine enge Personaldecke und viele krankheitsbedingte Ausfälle sorgten 2018 zudem für Probleme in der Gemeinde- und Kurverwaltung. Er hätte nach einem halben Jahr im Amt die Insel gern schon viel weitergebracht, allerdings machte das Tagesgeschäft ihm oft einen Strich durch die Pläne. Es gibt noch viel zu tun: „Aber gemeinsam werden wir das neue Jahr 2019 meistern.“

Große Abbruchkante: Wangerooges Strand ist baden gegangen und an Stellen gespült worden, wo er nicht hingehört.

Sandauffahren immer teurer

Bei Sturmtief Benjamin ist vergangene Woche ein Großteil des Strands von Wangerooge verloren gegangen. Zusammen mit Schäden durch kleinere Stürme im Vorjahr schätzt Bürgermeister Marcel Fangohr die Kosten auf rund 300 000 Euro – und die Sturmsaison ist noch nicht vorbei. Das Problem: Der erforderliche Sand ist knapp. Das Wasser- und Schifffahrtsamt braucht den Sand von der Sandentnahmestelle im Osten selbst für den Weiterbau am Deckwerk.

Nun ist guter Rat teuer: Im Gespräch mit Umweltminister Olaf Lies soll geklärt werden, woher die Inselgemeinde den Sand für ihren Strand bekommt. Küstenschutz und Inselschutz müssen und werden sichergestellt sein, sagte Lies.

Finanziell springen der Landkreis Friesland und das Land Niedersachsen der Insel bei: 100 000 Euro vom Landkreis und 270 000 Euro aus Hannover sollen zum Wiederaufbau des Strands verwendet werden. Zugleich sollen und müssen Lösungen gefunden werden, die Wangerooge dauerhaft und verlässlich in Sachen Strand helfen.

Trotz der Gelder können die Kosten, die für das Jahr 2019 erwartet werden, nicht gedeckt werden. Die Mietpreise für die Dumper, die den Sand auffahren, sind gestiegen, höheren Kubikmeterzahlen und Planungsaufwand treiben die Kosten ebenfalls nach oben. In den vergangenen fünf Jahren haben sich die durchschnittlichen Kosten für das Sandauffahren von drei auf sechs Euro pro Kubikmeter Sand verdoppelt. Die Mehrkosten muss Wangerooge aus seinem laufenden Haushalt zahlen.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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