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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„wir Bergen Keine Heuler Mehr“: Wangerooges Seehundretter funken SOS

29.06.2018

Wangerooge /Norden Friedrich-Wilhelm Petrus, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Seehundstation Norddeich, hat seine Mitarbeit unter Protest eingestellt. „Wir bergen keine Heuler mehr“, bedauert der Wangerooger: „Wir mussten schon 17 Tiere liegenlassen.“

Spezialfahrzeug kaputt

Der Grund: Das strandgängige Spezialfahrzeug ist kaputt – Ersatz gibt es bisher nicht. „Ich bin zu alt, um einen Handwagen durch den Dünensand zu ziehen“, sagt der 81-Jährige, der sich seit 38 Jahren um die Seehunde auf der Insel gekümmert hat. Im April sei das Fahrzeug zur Reparatur ans Festland geschickt worden, aber nicht zurückgekommen. Nun stehen Petrus und seine beiden Helfer Helge Biethan und Frank Kortenhorn ohne technische Unterstützung da.

Kein Nachfolger in Sicht

Die Nachfolge wird nicht einfach: Wattjagdaufseher kann nur werden, wer im Besitz einer gültigen Jagderlaubnis ist. Bei Friedrich-Wilhelm Petrus hatte die Jagdbehörde eine Ausnahme gemacht, weil er gelernter Tierpfleger ist. Jagdscheininhaber sind auf der Insel jedoch rar, es gibt nur drei Männer, die befugt wären, diese Aufgabe zu übernehmen.

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Problem bekannt

Das Problem ist der Gemeinde Wangerooge bekannt. „Wir haben bereits einen Zuschussantrag für ein neues Fahrzeug auf dem Tisch, den wir beraten werden“, verriet die Stellvertreterin des Bürgermeisters, Beate Grimm. „Ein neues Fahrzeug ist bestellt“, sagte Dr. Peter Lienau, Leiter der Seehundstation Norddeich der NWZ. In der Zwischenzeit habe man mithilfe der Kurverwaltung die Heuler geborgen. „Wir haben drei Tiere von Wangerooge in der Station“, berichtete Lienau.

Rückzug bedauert

Er bedauert den Rückzug von Friedrich-Wilhelm Petrus, der sich jahrzehntelang nachdrücklich für den Seehundschutz eingesetzt habe. Mit welchem Kräften man die Aufgabe auf Wangerooge abwickeln wird, ist noch nicht klar. „Dazu ist es noch zu früh“, sagte Lienau. „Wangerooge ist ein Hotspot, da muss etwas passieren“, räumte er ein.

Die Seehundstation

Die Seehundstation Norddeich wurde 1971 von Mitgliedern der Landesjägerschaft Niedersachsen gegründet. Aktuell werden 65 Heuler und drei Kegelrobben aufgepäppelt und später in die Nordsee entlassen. Der erste Heuler dieser Saison, Femke, kam am 30. April zur Station. Fast 250 000 Besucher zählt die Einrichtung jährlich. 15 festangestellte Mitarbeiter und rund 70 Ehrenamtliche an der Küste sorgen sich um das Wohl der Seehunde. Bei Zählflügen über dem Wattenmeer wurde ermittelt, dass rund 10 000 Tiere in der Nordsee leben.

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