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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Niemand weiß, wann es weitergehen kann

10.02.2018

Wangerooge /Wilhelmshaven Es ist und bleibt ein Sorgenkind der Insel: Noch immer ist nicht klar, wann überhaupt und wie es mit dem Deckwerk auf Wangerooge weitergeht. Das berichtete jetzt Tobias Linke vom Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven, der mit seinen Kollegen auf das vergangene und kommende Jahr blickte.

Das WSA

2017 sind 60 Prozent des ersten Bauabschnitts am Deckwerk fertiggestellt worden. Dabei wurden rund 65 700 Tonnen Wasserbausteine, 26 000 Kubikmeter Sand vom Inselosten, 2100 Kubikmeter Zementmörtel und etwa 30 000 Quadratmeter Geotextil und 1400 Quadratmeter Asphalt verarbeitet. Eigentlich sollten die Arbeiten auf einer Länge von rund 2,9 Kilometern bis 2019 abgeschlossen sein. Die Baufirma ist aber insolvent. Nun laufen laut WSA Gespräche, um Lösungen zur Fortführung zu finden. Planmäßig sollen die Arbeiten im April weitergehen – doch das ist derzeit noch unklar.

Wie berichtet, gab es bisher schon reichlich Verzögerungen bei der Deckwerksanierung. Eigentlich sollte bis zu diesem Jahr das komplette Deckwerk auf einer Länge von 2,9 Kilometern von der Harlehörn-Düne bis zur Saline erhöht und verbreitert werden.

Bereits 2016 kam es zu „logistischen Problemen“, so Linke. „Das war alles aufwendiger als erwartet.“ Unter anderem soll der unruhige Seegang oft das Festmachen des Schiffs, das Steine aus Norwegen brachte, verhindert haben. Und das war wohl nicht im Zeitplan bedacht worden.

Darüber hinaus steht seit einiger Zeit fest, dass die ausführende Baufirma insolvent ist. „Nun sind wir immer noch in Gesprächen mit der Firma, wie es weitergeht und ob sie die weiteren Baumaßnahmen durchführen kann“, so Linke. Wenn ja, können die Bauarbeiten im besten Fall ab Mitte April wieder aufgenommen werden. Wenn nicht, kommt es zu weiteren Verzögerungen – dann gibt es ein weiteres Vergabeverfahren.

Bis jetzt wurden 60 Prozent eines ersten Bauabschnitts fertiggestellt, so Linke. „Und das hält alles“, versicherte er. Denn scheinbar haben einige Wangerooger in dem sanierten Bereich wieder Risse und Löcher entdeckt. Aber: Kleine Risse seien beim Aushärten des Betons normal. Und die Löcher sind sogar gewollt: sie dienen dem Druckausgleich.

Der lose Sand unter dem Deckwerk wird zudem durch Sandsäcke ausgetauscht, so dass – falls Wasser durch die kleinen Risse strömen sollte – das Deckwerk nicht gleich weggeschwemmt wird.

Insgesamt wurden von den geplanten 45 Millionen Euro für das gesamte Deckwerk nun schon 10 Millionen Euro verbaut. Am teuersten und aufwendigsten an der gesamten Baumaßnahme sind unter anderem

 Die Anschaffung und der Transport der mehr als 400 000 Tonnen Deckwerksteine

 Der Bau des eigenen kleinen Anlegers für die Übergabe der Baumaterials im Inselwesten

 Das Erkunden und Beseitigen des Bereichs von elektromagnetischen Auffälligkeiten, durchgeführt von einer Taucherfirma.

 Das Herstellen des besonderen Materials, das der Flut standhält.

Zudem sei das WSA im Gespräch mit den angrenzenden Inselheimen. Eine Badestelle soll für die Gäste sichergestellt werden.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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