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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Waschbär, Nutria und Marderhund auf Vormarsch

02.05.2017

Jever Verloren gegangene Lebensräume für das heimische Niederwild zurückzugewinnen, ist Ziel der Kreisjägermeister Henning von Schele (Friesland) und Heinz Weerda (Wilhelmshaven). Dazu gehört die Biotopgestaltung. Sie wünschen sich einen konstruktiven Dialog mit anerkannten Naturschutzverbänden und der nicht jagenden Bevölkerung, um die Rahmenbedingungen für die gesamte Natur zu verbessern.

Es fehlen Feldraine oder Brachflächen, die für ausreichendes Eiweiß durch Insekten sorgen. In den 1960er- und 1970er Jahren waren beim Rebhuhn Jagdstrecken in Niedersachsen von 60 000 Tieren keine Seltenheit. Nun verzichten die Jäger weitgehend auf die Bejagung von Rebhuhn und Fasan. „Klar ist, neben intensiver Bejagung der Beutegreifer sind auch lebensraumverbessernde Maßnahmen wie Blühstreifen oder Rand- und Saumstrukturen und naturnahe Gärten wichtig“, betonte Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft, bei der Jahreshauptversammlung der Kreis-Jägerschaft.

Ehrung

Für 47 Jahre Engagement in Hegering und Jägerschaft zeichnete Kreisjägerschafts-Vorsitzender Irp Memmen Elimar Becker mit der Verdienstnadel in Silber und der Urkunde der Landesjägerschaft Niedersachsen aus.

Seit 1970 ist der Ex-Kreisjägermeister Jäger und wurde schon kurze Zeit später bis 2001 mit dem Amt des Schießwarts im Wangerland betraut. Von 1987 bis 2005 war er stellvertretender Hegeringleiter und danach Hegeringleiter bis 2013, von 2001 bis 2011 stellvertretender Kreisjägermeister, und danach bis 2016 Kreisjägermeister.

Trotz steigender Abschusszahlen gibt es mehr Wildschweine, berichtete Kreisjägermeister Irp Memmen und auch in Wilhelmshaven sind drei erlegt worden, sagte Heinz Weerda. Im vergangenen Jahr blieben die Jäger beim Reh- und Damwild knapp unter den Planzahlen. Fast unverändert waren die Abschusszahlen bei Hase und Fuchs sowie bei Elster und Rabenkrähe. Bei letzteren erhoffen sich die Kreisjägermeister eine deutliche Steigerung, um anderen Arten zu helfen.

Besorgniserregend sei die Zunahme von Neozoen – eingewanderte Tierarten wie Waschbär, Nutria oder Marderhund –, die sich stark vermehren und einheimische Tierarten teilweise verdrängen, weil sie keine natürlichen Feinde haben. Die starke Verbreitung der Nutria, einer aus Südamerika eingeschleppten Nagetierart, führt niedersachsenweit zu vermehrten Schäden an Bachläufen, Dämmen und Deichen. Landrat Sven Ambrosy sieht hier eine große Gefahr für den Küstenschutz und fordert eine ganzjährige Bejagung.

Die Rückkehr der Wölfe sorgt für Konflikte, berichtete Dammann-Tamke: Neben der rasanten Populationsdynamik verschärfen Nutztierrisse die Diskussion. 65 bis 70 nachgewiesenen Rudel, ca. 300 Wölfe, erfasste das Wolfsmonitorring bis April 2017, ohne Eingriffe wird dann 2020 die Tausender-Marke erreicht sein. Skeptisch sieht Dammann-Tanke die wolfssichere Einzäunung. Sie verändert mit der Höhe von ca. zwei Metern auch das Landschaftsbild und erfordert einen hohen finanziellen Aufwand.

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