• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Gefahrgut-Lkw umgekippt – A29 beidseitig voll gesperrt
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 1 Minute.

Unfall Bei Großenkneten
Gefahrgut-Lkw umgekippt – A29 beidseitig voll gesperrt

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Weiteren Mosaikstein gesetzt

26.08.2013

St. Joost Einst war der Bereich St. Joostergroden, Crildumersiel, Hohenstiefersiel und St. Joost fast völlig baumlos – nur einige Hecken rund um Hofstellen waren zu sehen. Dass in diesem Teil des Wangerlands heute zahlreiche Bäume stehen, wurde vor Jahrhunderten per Order bestimmt: Wer heiraten wollte, musste eine gewisse Zahl an Bäumen setzen.

So steht es in der Chronik „St. Joost, Crildumersiel, Hohenstiefersiel, St. Joostergroden“, die die Geschichtswerkstatt Wangerland fertiggestellt hat. Tjark Ahrends, Helmut Grützmacher und Wieland Rosenboom haben mit Hilfe vieler, die Bilder und Informationen liefern konnten, die Geschichte dieses Teils der Gemeinde Wangerland aufgearbeitet. „Es hat viel Spaß gemacht, aber es hat mir viel zu lange gedauert – und fertig sind wir noch lange nicht“, meinte Grützmacher.

Für Tjark Ahrends, Jahrgang 1921, ist die Chronik auch eine Aufarbeitung seiner eigenen Lebensgeschichte: Bis auf seine Kriegsjahre hat er sein ganzes Leben in St. Joost und Wüppels verbracht. „Das Gebiet hat sich in dieser Zeit stark verändert“, sagte er mit Blick auf die Entwicklungen in der Landwirtschaft. 1941 im Krieg habe er in der Ukraine seinen ersten Mähdrescher gesehen.

„Heute schafft ein Mähdrescher 25 Hektar am Tag – in meiner Kindheit und Jugend haben 100 Mann mit Sicht und Bick, 50 Frauen, die Garben banden und 25 Mann die aufsammelten dafür zehn Stunden gebraucht“, erinnerte er sich.

Er hat in den Kirchenbüchern geforscht – „dafür habe ich mich schon immer interessiert“ – und dankte besonders den Pastoren, dass sie ihm den Schlüssel fürs Archiv überlassen haben.

Für Wieland Rosenboom sind alte Menschen wie Ahrends ein besonderer Schatz: „Man sollte im Leben jung damit anfangen, mit betagten Leuten zu reden, damit man viel erfährt“, sagte er. So habe ihm sein Großvater erzählt, dass die Kirche St. Joost – der Name ist eine Kurzform von St. Jodocus – von Bremer Kaufleuten gestiftet wurde, die von den Junkern von Maisidden und Hodens aus Seenot gerettet wurden. In der offiziellen Geschichtsschreibung heißt es dagegen, dass die Junker sich die Backsteinkirche als Privatkapelle errichten ließen, um den Weg zur Kirche in Hohenkirchen zu sparen. „Die St. Jooster Kirche hat eindeutig mit ihren gotischen Fenstern einen hanseatischen Hauch“, meinte Rosenboom.

Die drei „Schreiberlinge“, wie sie sich selbst nennen, wie auch die Geschichtswerkstatt insgesamt bekamen bei der Vorstellung der neuen Chronik im Walter-Spitta-Haus Hooksiel viel Lob: „Es ist schön, dass es Menschen gibt, die Altes sammeln, damit es nicht verloren geht“, sagte Pastor Stefan Grünefeld. Er interessiere sich selbst sehr für die Geschichte, denn Ortsgeschichte sei ja immer auch Kirchengeschichte.

Bürgermeister Harald Hinrichs nannte die Arbeit der Geschichtswerkstatt eine Herkulesaufgabe. Die Aktiven setzten Mosaikstein für Mosaikstein der Geschichte der so großen und vielfältigen Gemeinde Wangerland zusammen.

Die neue Chronik der Geschichtswerkstatt ist gebunden und enthält farbige Bilder und große Klappkarten. Sie ist für 15 Euro erhältlich.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965311
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.