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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Wer schützt die Bäume in Bockhorn?“

28.10.2016

Bockhornerfeld „Ich beobachte von Jahr zu Jahr, dass Bäume gefällt werden, die das Landschaftsbild in Bockhorn prägen. Immer wieder kreist die Kettensäge“, sagt Mirco Osterthun. Der Bockhornerfelder ist sauer. Er fragt: „Wer schützt die Bäume?“ Mirco Osterthun hat deshalb im März dieses Jahres beantragt, dass in Bockhorn eine Baumschutzsatzung erlassen wird. Damit hatte er keinen Erfolg – die Mitglieder des nicht-öffentlichen Verwaltungsausschusses haben den Antrag im August abgelehnt.

Das kann Mirco Osterthun nicht verstehen. „Über die letzten Jahre hinweg war eine stetige Abholzung von ausgewachsenen und vor allem gesunden Bäumen und Hecken in unserer Region zu beobachten, ohne nachträgliche Neukultivierung. Das geschah meist nur aus kurzsichtigen wirtschaftlichen Gründen“, meint er. „Es stellt sich uns Bürgern somit oft die Frage, auf was unser Landschaftsbild und der Lebensraum der Tiere in Zukunft reduziert werden soll.“ Besonders ärgert sich Mirco Osterthun darüber, dass im Förderprogramm der Leader-Region Südliches Friesland der Tourismus und auch der Landschaftsschutz großgeschrieben wird – in der Gemeinde Bockhorn, in der das Leader-Büro des Südlichen Frieslands liegt, aber seiner Meinung nach nicht.

So steht im Leader-Programm, die Umwelt müsse als „natürliches Kapital geschützt werden und erhalten bleiben“. Und weiter steht dort: „So können den Menschen auch in Zukunft gute Lebens- und Erholungsbedingungen geboten werden“. Mirco Osterthun fragt: „Dient das Leader-Programm des Südlichen Frieslands den Gemeinden nur dazu, Fördergelder zu generieren, ohne den eigentlichen Sinn zu verfolgen?“

Jörg Lorenz vom Bauamt der Gemeinde erklärt, warum der Antrag auf Erlass einer Baumschutzsatzung abgelehnt worden ist. „Eine solche Satzung würde auch Bäume auf privaten Grundstücken miteinschließen. Wir würden damit in private Rechte eingreifen.“

Erfahrungsgemäß würden Grundstücksbesitzer, die einen Baum fällen wollen, es aber laut einer Satzung nicht dürfen, vor Gericht darum kämpfen müssen. „Nicht zuletzt besteht deswegen auch die Gefahr, dass es eine Flut von Baumfällungen auf privaten Grundstücken gibt, wenn die Gemeinde beschließt, eine solche Satzung zu erlassen, weil die Leute Angst haben, dass sie später keine Möglichkeit mehr haben, die Bäume zu entfernen.“

Die Gemeinde werde jetzt ein Software-Programm mit Daten über alle Bäume anlegen, die der Gemeinde gehören, so Lorenz. Das sind meist Straßenbäume. Mit diesem Programm werde dann der Zustand aller Bäume, die der Gemeinde gehören, dokumentiert.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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