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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Hier laufen die Bürger Sturm

07.04.2016

Sande Machen sieben kleine Windkraftanlagen von 75 Metern Höhe in der Summe weniger Lärm, werfen weniger Schatten und stören insgesamt weniger die Lebensqualität der in ihrer Umgebung lebenden Menschen als lediglich zwei 180-Meter-Türme?

Viele Bürger aus Dykhausen, dem am nächsten gelegenen Dorf des zwischen Autobahn und Ems-Jade-Kanal gelegenen Windparks Sande, glauben das und haben deshalb Vorbehalte gegen die geplante Modernisierung des von Maximilian Graf von Wedel über die Friesen Elektra schon seit gut 15 Jahren betriebenen Windparks.

30 Einwendungen

Der Austausch der Altanlangen durch leistungsstärkerer neue war nun erneut Thema im Sander Bau-, Planungs- und Umweltausschuss. 30 Bürger Dykhausens hatten im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung Einwendungen gegen das Projekt formuliert.

Sie befürchten durch die beiden geplanten 180-Meter-Windkraftriesen mehr Lärm, mehr Schattenwurf, den so genannten Disco­effekt, bei dem die Rotorblätter Sonnenlicht reflektieren und einen Wertverlust ihrer Häuser wegen des nahe gelegenen Windparks.

Reinhard Oncken (CDU) schlug sich auf die Seite der – allerdings nicht anwesenden – Bürger und teilte deren Befürchtungen. Mehrheitlich wurde schließlich dennoch für die Fortsetzung des Verfahrens gestimmt.

Rolf Bottenbruch vom Planungsbüro Thalen Consult hatte zuvor erläutert, dass sich durch die Modernisierung der Windkraftanlagen die Situation für die Bürger sogar verbessern werde: „Es gibt in der Summe definitiv kein Mehr an Schall und Schattenwurf als in dem Windpark jetzt schon zulässig sind.“ Durch den Austausch der alten Anlagen würde das Landschaftsbild sogar noch beruhigt, sagte Bottenbruch.

Wie berichtet, sollen in der letzten Ausbauphase sieben 75 Meter hohe Altanlagen zurückgebaut werden. Dafür sollen zwei neue Windräder errichtet werden. Das Modell E 115 hat eine Gesamthöhe von 180 Metern und einen Rotorendurchmesser von 116 Metern. Ausgestattet sind die Rotoren mit der „Trailing Edge Serrations“-Technologie. Die sorgt dafür, dass viele kleine Luftverwirbelungen entstehen, die die Anlage leiser machen als herkömmliche Anlagen. Die großen Rotoren drehen sich zudem langsamer als kleinere.

Mattierte Rotoren

Durch mattierte Rotoren gebe es keinen Discoeffekt und technisch seien die Anlagen so ausgestattet, dass sie bei entsprechendem Sonnenstand abschalten und keine Schatten rotieren lassen.

Die neuen Anlagen produzieren mehr als doppelt so viel Energie wie die „sieben Zwerge“. Im Windpark wurden seit 2012 bereits sechs moderne Windkraftanlagen von Vestas und Enercon gebaut .

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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