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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Windräder werden monatelang stillstehen müssen“

17.12.2016

Zetel /Bockhorn Die Bürgerinitiative gegen den Windpark Herrenmoor äußert sich zum Bericht „Entscheidung zum Windpark fällt“, NWZ  vom 15. Dezember.

„Die Gemeinde Zetel ist den Forderungen der Bürger und der Träger öffentlicher Belange insofern nachgekommen, als dass sie auf eine geplante Windenergieanlage (WEA), die am Kerngebiet Bredehorns stehen sollte, verzichtet. Das begrüßt die Bürgerinitiative ,Bürger gegen Windpark Herrenmoor’. Festzustellen bleibt aber, dass immer noch Bürger in einem Abstand von etwa 460 Meter zu den geplanten Windenergieanlagen wohnen“, schreibt die Bürgerinitiative.

„Das zuständige Planungsbüro teilte auf der Sitzung am 15.11.16 mit, dass sich die Rotorblätter der Windenergieanlagen innerhalb des Bauteppichs bewegen müssen. Genau dieses ist nicht der Fall bei der südlichsten der noch verbleibenden drei WEA.“

Und weiter: „Abschaltzeiten sind unter anderem wegen des von den WEA ausgehenden Schattenwurfs vorgesehen. Eine Drosselung wegen Lärms wird von vornherein in Kauf genommen“, schreiben die Gegner.

„Aufgrund der Nähe zum angrenzenden Naturschutzgebiet Herrenmoor und der dort lebenden schützenswerten Vogelarten wie Kranich, Sumpfohreule, Mäusebussard, Wespenbussard, Turmfalke und Sturmmöwe, müssen alle geplanten Windenergieanlagen – bis auf wenige wetterbedingte Ausnahmen – pauschal vom 1. März bis zum 30. August von Sonnenaufgang bis -untergang abgeschaltet werden. Die gesetzliche Grundlage bildet hier der § 44 Abs. 1 BNatSchG“, schreibt die Bürgerinitiative.

Auch zur Einhaltung der artenschutzrechtlichen Bestimmungen für Fledermäuse sei eine Abschaltung der Windenergieanlagen vorgesehen. „Der BUND fordert hier konkrete Abschaltzeiten von Mitte April bis Ende Oktober von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Wetterbedingte Ausnahmen sind möglich. Unter dem Strich ergibt sich hier eine komplette Abschaltzeit von mehr als einem halben Jahr!“, hat die Bürgerinitiative festgestellt.

„Bei den hier erforderlichen Abschaltzeiten von mehr als einem halben Jahr – Stillstand wegen Sturms oder Windstille sind noch nicht einmal berücksichtigt – stellt sich die Frage: Warum werden diese Pläne weiterverfolgt und wer soll diesen Wahnsinn am Ende bezahlen?“, fragt die Bürgerinitiative. „Die Kosten jedenfalls wird jeder Bürger mit den steigenden Strompreisen in seinem Portemonnaie spüren. Der Betreiber erhält sein Geld sicher, auch wenn sich keine Windmühle dreht.“

Das Fazit der Windpark-Gegner: „Hier sind die Zeteler Politiker aufgerufen zu erkennen, dass die Fläche für einen Windpark aufgrund der massiven Abschaltzeiten ungeeignet ist.“

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