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Glory Amsterdam: „Festland darf die Inseln nicht alleine lassen“

09.11.2017

Wittmund /Friesland Der Landkreis Wittmund unterstützt den Vorstoß der Insel-Bürgermeister zur Schiffssicherheit in der Deutschen Bucht: „Ich kann die Kritikpunkte sehr gut nachvollziehen und in ihrer Stoßrichtung nur unterstützen. Wir auf dem Festland dürfen die Inseln mit dem Problem nicht alleinlassen“, sagt der Wittmunder Landrat Holger Heymann.

Gemeinsames Ziel müsse sein, die Abläufe vor dem Auf-Grund-Laufen des Schüttgutfrachters genauestens aufzuklären, um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und dann müsse man auch konsequenterweise zu Neubewertungen und verbesserten Konzepten zum wirksamen Schutz vor derartigen Havarien kommen.

Heymann kündigte an, in dieser Sache das Gespräch mit weiteren Landräten und Oberbürgermeistern im Nordwesten zu suchen, um gemeinsam noch mehr Druck in die Angelegenheit zu bringen. Die Bürgermeister der sieben Ostfriesischen Inseln hatten nach der Havarie des Frachters „Glory Amsterdam“ vor Langeoog eine gemeinsame Erklärung abgegeben und das „Sicherheitskonzept Deutsche Küste“ angezweifelt.

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„Wenn es bei einem solchen Szenario keine Garantie gibt, dass die Besatzung eines Schiffs eine haltbare Schleppverbindung zum Notschlepper herstellen kann, muss das ,auf Reede liegen‘ sowie die Fahrt bei schwerem Sturm vor einem besonders empfindlichen Meeresgebiet wie dem Wattenmeer hinterfragt werden“, so die Insel-Bürgermeister, darunter auch Wangerooges Verwaltungschef Dirk Lindner. „Der hochsensible Naturraum Wattenmeer und die touristisch bedeutsame Küstenregion dürfen nicht mehr durch eine Billig-Schifffahrt gefährdet werden.“

Die Bürgermeister der sieben Ostfriesischen Inseln erwarten künftig eine deutliche Prioritätensetzung der dafür zuständigen Bundesregierung, in der die Sicherheitsinteressen und die vorsorgende Gefahrenabwehr an der Küste gegenüber den Einzelinteressen von Billig-Reedern vorrangig berücksichtigt werden.

Die Bürgermeister weisen zudem auf die vor den Inseln Borkum und Wangerooge liegenden Windparks „Riffgatt“ und „Nordergründe“ hin. Wäre der manövrierunfähige Frachter in einen dieser Nearshore-Windparks hineingetrieben, wäre das Risiko von Kollision und Schadstofffreisetzung immens höher gewesen.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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