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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Wo Porzellan Glanz bekommt

21.01.2009

VAREL Mit einem Knopfdruck hat Michael Schade aus Obenstrohe eine historische Tat eingeleitet. Der Ofenführer der Friesland Porzellanfabrik startete jetzt den 2000. Brennvorgang seit der Neustrukturierung der Firma im Jahr 2005. Seither sind dort 3,4 Millionen Porzellanteile gebrannt worden. Zusammen mit seinen Ofenführer-Kollegen Klaus Deeken (Cäciliengroden) und Detlef Meinen (Osterforde) sowie Produktionsleiter Heino Lübben, Produktionsplaner Ingo Wehrmann und Vertriebschefin Angelika Pietsch stieß Schade mit einem Gläschen Sekt auf den Jubiläumsbrand an – alkoholfrei versteht sich; denn in der Betriebsstätte in Rahling besteht Alkoholverbot.

Zwei Brände täglich

Ein Brennvorgang in dem Glattbrandofen dauert circa elfeinhalb Stunden. Dabei bekommt die zuvor aufgebrachte Glasur ihre Festigkeit sowie ihren Glanz, und das Porzellan ist praktisch versandfertig. Zwei Brände täglich werden in dem Glattbrandofen in Gang gesetzt, wobei pro Brennvorgang durchschnittlich 2210 Teile auf Rosten und Tabletts aufgeschichtet werden. Zum Heizen benötigt der Ofen Gas – übrigens eine ganze Menge davon. 480 bis 510 Kubikmeter Gas pro Brennvorgang werden verbraucht, hat Produktionsleiter Lübben ausgerechnet. „Wir sind vom Gaspreis abhängig, der dreht uns zurzeit die Luft ab“, sagt Lübben. Immerhin wird das in Rahling gefertigte Porzellan von den Kunden nachgefragt – sogar so stark ist die Nachfrage, dass der komplette Jubiläumsbrand (nach der Sortierung auf schadhafte Teile) schon verkauft ist, wie Vertriebschefin Angelika Pietsch erläuterte. „Wir haben gut zu tun. Das Weihnachtsgeschäft war sensationell“, sagte die Vertriebschefin. „Wir haben den Vorteil,

dass wir klein sind und flexibel“, sagte sie. Das sieht nämlich in der Branche nicht überall so aus, wo gerade das Insolvenzverfahren über dem Traditionshersteller Rosenthal in Selb schwebt (die NWZ berichtete).

Bundesweit 500 Kunden

Bundesweit hat Friesland Porzellan 500 Kunden, wobei die Warenhäuser Karstadt und Kaufhof die wichtigsten Kunden seien, so Angelika Pietsch. 80 Mitarbeiter beschäftigt die Porzellanfabrik, die Uwe Apken und Albrecht Danne (als Teilhaber) im August 2005 aus der Insolvenz führten.

Der Jubiläumsbrand, wie erwähnt schon komplett verkauft (Angelika Pietsch: „Der Traum eines jeden Geschäftsführers“), enthielt übrigens Porzellan der Traditionsserie „Jeverland“, das in Rahling seit 1975 hergestellt wird und die beliebteste Friesland-Serie ist. So lange ist Ofenführer Detlef Meinen schon im Werk beschäftigt. Noch etwas länger sind übrigens Produktionsleiter Lübben und Vertriebschefin Pietsch im Unternehmen: immerhin schon 38 Jahre. Neben den 3,4 Millionen Porzellanteilen ist auch eine Menge Steingut produziert worden. Seit August 2005 immerhin rund 1,1 Millionen teile.

Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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