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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Wohnmobil-Platz neben Paddel & Pedal

05.11.2015

Sande Die Gemeinde Sande baut ihr touristisches Angebot weiter aus und beabsichtigt, in Altmarienhausen neben der Paddel- und Pedalstation am Ems-Jade-Kanal möglichst schon zur kommenden Saison einen Wohnmobilstellplatz für zehn Fahrzeuge anzulegen. Die Pläne dafür wurden jetzt im Fachausschuss für Kultur und Tourismus vorgestellt und für gut befunden.

Im Publikum saßen in Karin und Helmut Heyel zwei Bürger aus Sande und langjährige Wohnmobilisten, die die Diskussion interessiert verfolgten. Und sie hatten für die Ratsvertreter auch einige nützliche Hinweise, worauf es Wohnmobil-Fahrern eigentlich ankommt, wenn sie einen Platz ansteuern. Auch ein möglicher Pächter des Stellplatzes saß im Publikum.

Schon heute hat Sande zwar einige wenige kostenlose Wohnmobilstellplätze zu bieten, doch die sind mangels Stromversorgung und Entsorgungsstation wenig attraktiv für Camper. Das soll sich nun ändern. Nicht zuletzt, weil Wohnmobil-Fahrer als finanzstarke Personengruppe gelten, die auch einiges an Geld in der Gemeinde lassen, in der sie sich gerade aufhalten.

Einkäufe im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt, um die Vorräte wieder aufzufüllen, Restaurantbesuche und einiges mehr kommen hoffentlich der Wirtschaft vor Ort zugute.

Die Idee für den Wohnmobilstellplatz kommt aus der Arbeitsgruppe „Demografischer Wandel“: Die Menschen werden nicht nur älter, sie bleiben auch länger mobil und viele reisen gern, heißt es dort. Von guten Angeboten wie einem Wohnmobilstellplatz könne der Tourismus in der Gemeinde profitieren.

Geplant ist nun, auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern in Nachbarschaft zur Paddel- und Pedalstation einen befestigten Platz für zehn Wohnmobile anzulegen und mit einem kleinen Wall einzufassen. Kostenpflichtige Stromversorgung und die Möglichkeit, das so genannte Grauwasser zu entsorgen und Frischwasser aufzunehmen, soll es dort geben. Stellplatz-Gebühren werden über einen Parkscheinautomaten gezahlt.

Für den Platz in Altmarienhausen, der an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr erreichbar sein soll, spreche unter anderem die gute Erreichbarkeit, die zentrale Lage, Natur- und Wassernähe und der Anschluss an das Rad-, Wasser- und Wanderwegenetz. Überlegungen, Stellplätze für Wohnmobile alternativ am Sander See anzulegen, wurden wieder verworfen: Zu abgelegen und zu einsam für Wohnmobilisten.

Für den Aufbau des Schotterplatzes inklusive Strom- und Frischwasserversorgung sowie Entsorgungsstation hat Sebastian Janßen von der Gemeinde Sande Kosten von rund 102 000 Euro ermittelt. Förderer wollen den Platz mit rund 67 000 Euro sponsern, für die Gemeinde bliebe ein Ei­genanteil von 35 000 Euro.

Der Ausschuss sandte positive Signale für das Vorhaben, entschieden wird darüber aber erst bei den nun anstehenden Haushaltsberatungen.

Oliver Braun
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965313

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