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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Wollen unser Alter aktiv gestalten“

19.04.2012

VAREL Eine in Varel bislang einzigartige Wohnform für Senioren entsteht demnächst an der Moltkestraße in Varel: Zwei Ehepaare und zwei Alleinstehende gründen eine Wohngemeinschaft für Senioren – mit Eigentumswohnungen, aber auch mit Gemeinschaftsräumen, die viele Aktivitäten ermöglichen.

Den Anstoß zu dem Projekt gab der Jurist und Politikwissenschaftler Prof. Arnulf Baring: „Uns rettet die Senioren-WG“, hörten Hanspeter und Christiane Boos in seinem Vortrag und wurden nachdenklich, wissend, „dass wir später längst nicht mehr alle notwendigen Leistungen erhalten“.

Planung erfolgt

Und bevor „wir in die Opferrolle geraten, wollen wir uns selbst helfen, wollen unser Alter aktiv gestalten“.

Vier Jahre dauerte es, bis das Ehepaar Boos und ihre Mitstreiterin Ute Henning fündig wurden. Gesucht hatten sie ein Haus, das innenstadtnah liegt und dessen Umfeld auch optisch passt. Mit Manfred und Sabine Pohl gab es inzwischen ein weiteres interessiertes Ehepaar – und mit Inge Hartwig die Frau, deren Haus an der Moltkestraße bestens geeignet war – und die dank der Wohngemeinschaft auch in ihrem Haus bleiben kann.

Zwischen 60 und 73 Jahren zählen die Bewohner, die sich seit mehreren Monaten in jeder Woche treffen. Die Planung ist erfolgt, „jetzt geht es darum, wie sich unser künftiges Leben gestaltet“.

Und dabei wollen sich die Mitglieder des Wohnprojektes keineswegs abkapseln – ganz im Gegenteil. Sie planen gemeinsame Aktivitäten, zu denen sie auch Gäste einladen: zum Beispiel Schach, English Conversation, PC-Schulung oder Theater: „Wir wollen uns mit unseren unterschiedlichen Fähigkeiten gegenseitig befruchten“, so die künftigen Bewohner.

Zentrales Wohnen

Ihr Projekt nennen sie übrigens „Moltke Zwo“ – bezogen nicht nur auf die Hausnummer, sondern auch als Abkürzung für „zentrales Wohnen“.

Das geschieht an der Moltkestraße in fünf Wohnungen zwischen 80 und 100 Quadratmetern, jede mit Terrasse oder Balkon. Bis Ende des Jahres sollen sie fertig sein, kündigen die künftigen Bewohner an.

„Das Haus bekommt einen Anbau mit zwei Wohnungen, einem großen Gemeinschaftsbereich sowie einem gemeinschaftlich genutzten Gästezimmer. Die Anlage wird komplett barrierefrei sein, selbstverständlich mit Aufzug“, erklärt Dr. Hanspeter Boos. „Jede Wohnung erhält ein seniorengerechtes Bad mit unterfahrbaren Sanitärobjekten, mit ebenerdiger Dusche und rutschhemmenden Fliesen. Die Türen haben eine rollstuhlgerechte Breite, Schwellen wird es nirgends geben.“

Damit der Gemeinschaft in Zukunft die Energiekosten nicht über den Kopf wachsen, wird das 1965 gebaute Haus in der Moltkestraße energetisch komplett saniert. Dazu gehören neue dreifach verglaste Fenster, Wärmedämmung für Außenwände und Dach, eine Lüftungsanlage und für die Energieversorgung ein Blockheizkraftwerk.

Moderne Technik

Moderne Technik soll aber auch das Leben in der Gemeinschaft sicherer und komfortabler machen, wie Manfred Pohl erläutert. Es gibt ein Frühwarnsystem, das dezent den Wasser- oder Stromverbrauch der einzelnen Wohnungen misst und Alarm schlägt, wenn ein Bewohner nicht wie gewohnt ins Bad geht oder sich den Morgenkaffee braut.

Die gemeinsame Türsprechanlage kann aus jeder Wohnung mit einem kleinen tragbaren Bildschirm bedient werden. Und auch der manchmal unvermeidliche nächtliche Toilettengang wird durch passend gedimmte Beleuchtung leichter.

Wer bei dieser für Varel neuen Wohnform auf den Geschmack gekommen ist: Eine 88 Quadratmeter große Wohnung ist noch frei.

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