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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

200 Jahre Gemeinnütziger: A 29 war eine der teuersten Autobahnen

20.09.2018

Zetel Genau 50 Jahre ist es her, seit die Bevölkerung erstmals konkrete Informationen über den geplanten Bau der Autobahn 29 erhielt. In der Kreistagssitzung im September 1968 berichtete der damalige Oberkreisdirektor Oltmanns über die mögliche Linienführung der Jade-Linie. Details standen noch nicht fest, „aber die Autobahn von Oldenburg nach Wilhelmshaven wird gebaut“.

„Friesland gelangt ans Autobahnnetz“ lautete die Überschrift am 19. September 1968 im „Gemeinnützigen“. Und schon im Vorfeld gab es Einwände: Wilhelmshaven wünschte eine Trassierung über Mariensiel, die Landkreise Friesland und Wittmund dagegen forderten eine Umgehung der Orte Sande und Roffhausen. Als richtig angesehen wurde schließlich eine „ungefähre Trasse von Ellenserdamm nördlichen der B 69“. Klar war auch von Anfang an, dass im südlichen Bereich die B 69 und die L 19 erhalten bleiben, „um auch den langsameren Verkehr, der von einer Autobahn verbannt ist“, zwischen Obenstrohe und Borgstede zu gewährleisten.

Als zeitliches Ziel war das Jahr 1975 angegeben, wobei der damalige Abgeordnete Jacobs davon ausging, es werde „seiner Meinung nach früher erreicht sein“.

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Nur ein Jahr später war Baubeginn. Und tatsächlich eingeweiht wurde das erste Teilstück der A 29 zwischen Varel und Blauhand bereits im November 1974. Doch erst fünf Jahre später hieß es „freie Fahrt“ auf dem nördlichsten Abschnitt von der B 210 bis Wilhelmshaven-Nord. Und erst weitere vier Jahre später wurde mit dem Bau der technisch schwierigsten Strecke Blauhand – B 210 begonnen, mit einem Bodenaushub von bis zu 16 Metern in diesem „Seebrack-Marschgebiet“.

Insgesamt wurden für den Bau der 91,7 Kilometer langen Jadelinie von Wilhelmshaven bis Ahlhorn rund 680 Millionen Mark aufgewendet, in heutiger Währung knapp 350 Millionen Euro. Es war damals die teuerste Autobahn Deutschlands. Umgerechnet kostete ein Kilometer Straße 7,4 Millionen DM. Zehn Prozent der Gesamtkosten waren für Grunderwerb nötig, 35 Prozent für Erdarbeiten. Brücken- und Fahrbahndecken verschlangen jeweils 20 Prozent der Kosten, der Rest verteilte sich auf Ausstattungsarbeiten. Insgesamt 129 Brückenbauwerke wurden angelegt, die längste Brücke mit 260 Metern bei Roffhausen, dazu fünf weitere überdurchschnittlich lange Brücken mit Weiten zwischen 50 und 100 Metern. Für die Autobahn selbst waren 430 000 Kubikmeter Beton erforderlich. 100 Kilometer Wirtschaftswege und viele Kilometer Vorflutgräben entstanden, dazu Schallschutzwände und -wälle.

Auf der gesamten Strecke gab es einschneidende Veränderungen im Landschaftsbild; allein in Varel wurde eine Schneise durch den Forst geschnitten: „Autobahn-Bau frißt etwa zehn Hektar Wald“, lautete damals die schlechte Nachricht. Und die Gute: „Die Erholungsgebiete erwarten eine Belebung, der man planend ins Auge blicken muß.“

Der Bau der Jadelinie wurde von den Verkehrsteilnehmern begrüßt, die sich über eine Verkürzung der Fahrtzeit von Nord nach Süd und umgekehrt von weit mehr als einer Stunde freuen. Anders bei der Küstenautobahn, die als nächstes Projekt geplant ist: Gegen einen Bau der A 20 gibt es massive Proteste.


Mehr zum Jubiläum:   www.nwz-online.de/gemeinnuetziger200 

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