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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Bademeister In Zetel: Er darf jeden Tag ins Freibad

29.08.2019

Zetel Er ist immer da, hat immer das Wasser im Blick und ohne ihn läuft im Naturbad nichts. Herbert Schumacher ist seit zehn Jahren Badbetriebsleiter im Zeteler Schwimmbad.

Die Sonne knallt vom Himmel, es ist ein heißer Tag im August. Die Menschen reißen die Fenster in ihren Büros auf und sehnen sich nach Sandstrand, Eis und dem kühlen Nass. Herbert Schumacher hat all das tagtäglich um sich herum, doch nicht zu seinem eigenen Vergnügen. Zehn Stunden am Tag bewacht er sechs Mal die Woche das Bad am Driefeler Esch.

Bevor um 10 Uhr die Tore aufgeschlossen werden, läuft Herbert Schumacher seine Runde über das Gelände der Freizeitanlage. Das Wasser ist ruhig, die Fische noch ungestört und bald kommen die ersten Frühschwimmer, um ihre Bahnen zu ziehen. In solchen Momenten nimmt er sich Zeit, um den Blick über den See schweifen zu lassen. Auch nach zehn Dienstjahren greift er noch gerne zur Kamera, wenn das Licht besonders schön fällt, macht ein paar Aufnahmen und freut sich über die friedvolle Natur.

Mit Elan dabei

Verbringt man ein paar Stunden mit Herbert Schumacher, merkt man schnell, warum er bei den Badegästen so beliebt ist. Es gibt kein Problem, das er nicht gewillt ist zu lösen. Er hilft bei Insektenstichen, verleiht Pinzetten und Kühlpacks und hat für jede Verletzung das passende Pflaster parat. Viele der Gäste kennen ihn schon lange persönlich und schätzen seine freundliche Art.

Bereits die kleinsten Badegäste wissen, dass es sich lohnt, bei ihm im Wachhaus vorbeizuschauen, denn um Gummibärchen und nette Worte ist er nie verlegen. „Man muss mit vollem Elan dabei sein“, sagt Herbert Schumacher, „aber das Gefühl, wenn alle um 20 Uhr zufrieden das Bad verlassen, ist unbezahlbar.“ Den Sommer verbringt er fast die ganze Zeit an „seinem“ See. Nur zum Schlafen fahre er nach Hause und sogar an freien Tagen schaue er zumindest einmal kurz vorbei.

Jeden Tag springt der passionierte Badbetriebsleiter nicht mehr in den See, doch ist er, wie schon in seiner Jugend, ein ausgezeichneter Schwimmer. Alle zwei Jahre ist er dazu verpflichtet, die Prüfung für den Rettungsschwimmschein zu wiederholen, meistert dies jedoch mühelos. Seine Leidenschaft galt schon immer der Wasserrettung. So erinnert er sich mit Freude an freiwillige Wachdienste in den Sommerferien an der Ostsee oder am Ratzeburger See. Nach 37 Jahren in der DLRG möchte sich der 51-Jährige stetig weiterbilden und hat erst kürzlich eine Ausbildung zum Sanitätshelfer absolviert. Ihn spornt es an, im Notfall bestmöglich helfen zu können und jedem einen sicheren Schwimmspaß zu gewährleisten.

„Bald ist der Sommer vorbei und da werde ich schon ein bisschen traurig“, erzählt er und blickt dabei herunter zu den spielenden Kindern. Es fehlt etwas in seinem Leben, wenn das Bad geschlossen ist. Doch auch im Winter hat Herbert Schumacher genug zu tun. Er arbeitet als zweiter Hausmeister in der Grundschule Zetel. Selbst Urlaub zu machen, ist für ihn im Sommer berufsbedingt natürlich nicht möglich, doch dafür nutzt er dann die kalte Jahreszeit, um auch einmal in den Badeurlaub zu fahren.

Leidenschaft steckt an

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Der gelernte Zimmermann und Bautischler hat merklich Spaß neue Spielgeräte auszuwählen sowie die Anlage ständig zu verbessern. „So einen Kraken wie wir jetzt haben, habe ich schon vor 18 Jahren das erste Mal gesehen und seit diesem Jahr haben wir nun auch endlich eine solche Attraktion, die super angenommen wird“, freut sich Herbert Schumacher.

Seine Begeisterung steckt an: Schumachers 17-jährige Tochter, die in ihrer Kindheit viele Sommertage mit ihrem Vater im Naturbad verbracht hat, hat sich für eine Ausbildung zur Fachangestellten für Bäderbetriebe im Quellbad Dangast entschieden.

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