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Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken
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Aktualisiert vor 18 Minuten.

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Was wird aus dem Gerätehaus?

16.10.2019

Zetel Direkt am Markthamm steht das alte Feuerwehrhaus – und abgesehen von den Wohnungen im Obergeschoss wird es bald leer sein. Wenn die Feuerwehr Ende kommenden Jahres in ihr neues Haus umzieht, wird das alte Feuerwehrhaus nicht mehr gebraucht. Aber was soll mit dem Haus in exponierter Lage mitten im Ortskern geschehen? Dieser Frage widmeten sich jetzt die Mitglieder des Finanz- und Feuerschutzausschusses der Gemeinde Zetel.

Verkaufen oder nicht?

Bei den Überlegungen für eine neue Nutzung des Hauses spielen drei Faktoren eine wichtige Rolle: Gut ist, dass das Haus in bester Lage mitten im Ortskern steht. Problematisch aber ist, dass das Gebäude erstens nicht in bestem Zustand ist und zweitens während des Zeteler Marktes mittendrin steht im Volksfesttrubel.

Die wichtigste Frage ist: Wollen die Politiker, dass das Gebäude im Eigentum der Gemeinde bleibt, oder wollen sie es verkaufen?

Erster Gemeinderat Bernd Hoinke stellte bei der Sitzung am Montagabend im Neuenburger Schloss die Idee der Verwaltung vor. Die Gemeinde plädiere dafür, dass das Haus im Eigentum der Gemeinde bleibt. Er regte an, das Haus – wenn auch nur Übergangsweise – als Archiv für die Gemeindeunterlagen zu verwenden.

Gemeinde braucht Archiv

Denn bisher lagern Kaufverträge, Baupläne, Personalunterlagen und vieles mehr an Papier kistenweise nicht nur auf dem Rathausboden, sondern auch auf dem Boden des Deutschen Hauses, auf dem Boden des Hankenhofes, im Keller der Grundschule und auf den Dachböden des Deutschen Hauses und des Stolle-Hauses. „Die Archiv-Situation der Gemeinde ist katastrophal. Wir brauchen dringen ein Gemeindearchiv“, sagte Hoinke. „Es kann so nicht weitergehen.“ Die Fahrzeughallen könnten außerdem genutzt werden, um das Mobiliar für Veranstaltungen im Hankenhof vernünftig zu lagern. „Damit bleiben natürlich alle Optionen für die Zukunft des Gebäudes offen.“

Einige Politiker aber sehen in dem Gebäude größeres Potenzial. Bernd Pauluschke (SPD) sagte: „Mit einer Lagerstätte und einem Archivraum in dem Gebäude kann ich mich nicht anfreunden. Dann hätten wir in bester Lage ein totes Gebäude, in dem es keinerlei Publikumsverkehr gibt.“ Das Grundstück sei zu wertvoll, um dort nur Akten und Stühle zu lagern. „Ich bin allerdings auch nicht dafür, das Gebäude zu veräußern. Wir sollten das kommende Jahr nutzen, um uns Gedanken zu machen und eine dem Wert der Fläche entsprechende Nutzung zu finden.“

Bernd Janssen (Grüne) stimmte zu: Das Gebäude sei in zu exponierter Lage, um es nur als Archiv zu nutzen. Allerdings könne er sich schon vorstellen, das Haus zu privatisieren. „Wir sollten das auf jeden Fall ergebnisoffen diskutieren“, sagte er.

Gastronomie wäre gut

Am Markthamm würde sich auch eine gastronomische Nutzung des Hauses anbieten – doch Bürgermeister Heiner Lauxtermann machte klar: „Es gibt viele Gastronomen mit tollen Ideen, wir haben da auch Gespräche geführt. Aber die Betreiber müssen auch Geld in die Hand nehmen und einen speziellen finanziellen Background haben.“ Daran sei eine konkrete Planung bisher gescheitert. „Natürlich ist eine gastronomische Nutzung die interessanteste – und wenn da jemand auf uns zukommt, können wir jederzeit reagieren und das Gemeindearchiv wieder ausräumen“, sagte Bernd Hoinke.

Außerdem, sagte Lauxtermann, sehe er es als problematisch an, das Gebäude zu verkaufen, denn wenn es jemand kauft, der sich über den Lärm beim Zeteler Markt beschwert, könnte das schwerwiegende Folgen für das Fest haben.

NWZ fragt Leser

Haben Sie Ideen für die Nutzung des alten Feuerwehrhauses am Markthamm in Zetel? Schreiben Sie uns gern per Mail an red.varel@nwzmedien.de oder rufen Sie an unter 04451/99882503. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.

Heiner Juilfs von der CDU sagte, er sei auch dafür, das Gebäude zu behalten und könne sich auch vorstellen, dass zunächst das Gemeindearchiv darin eingerichtet werde.

Die Politiker wollen sich jetzt zunächst in den Fraktionen Gedanken machen und Ideen entwickeln – immerhin ist noch bis Ende 2020 Zeit, bis das neue Feuerwehrhaus steht. Den Antrag der UWG, für die Ideenfindung einen Arbeitskreis zu gründen, lehnten die Politiker ab.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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