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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Ist Zetel ein zu rutschiges Pflaster?

19.12.2019

Zetel Wenn es im Winter überfriert, wird es auf den Straßen glatt – und in Zetel wird es an manchen Stellen noch glatter als anderswo: Nämlich auf den geklinkerten Pflasterwegen, wie sie zum Beispiel am Ohrbült zu finden sind. Immer wieder beklagen sich Zeteler im Rathaus über die rutschigen Wege. Im nächsten Jahr könnte sich daran aber tatsächlich etwas ändern.

„Das Problem haben wir seit Jahren in ganz Zetel“, sagt Zetels Erster Gemeinderat Bernd Hoinke. Als es 2012 um die Pflasterung entlang der Bundesstraße 437 in Neuenburg ging, gab es sogar ein Einwohnervotum, ob dort Klinker oder die weniger glatten Betonsteine eingesetzt werden sollen. Es wurden am Schloss sogar Musterflächen aufgepflastert. Für beide Varianten gab es Befürworter, der Gemeinderat entschied sich aber für den heimischen Klinker.

Am Ohrbült kamen die Klinker zum Einsatz als der gesamte Bereich neu gestaltet wurde. Mittlerweile hat die Gemeinde aber aus den Fehlern von damals gelernt und verwendet jetzt andere Steine mit einer raueren Oberfläche, die auch bei Nässe und Frost noch etwas Grip für Fußgänger bieten. Bleibt nur das Problem mit den alten Steinen, die zu glatt sind.

Welche Lösungen gibt es für die Klinker?

Natürlich könnte man das gesamte zu glatte Pflaster herausnehmen und die Stellen mit weniger glatten Steinen neu pflastern. Das würde aber nicht nur einen erheblichen Aufwand, sondern auch erhebliche Kosten bedeuten. Die Gemeindeverwaltung hat deshalb auch eher ein Aufrauen der Steine im Sinn, damit sie mehr Rutschfestigkeit bieten.

Wie können die Steine aufgeraut werden?

Eine mögliche Methode wäre das Kugelstrahlverfahren. Dabei werden mit einer entsprechenden Maschine die Pflastersteine mit kleinen Stahlkugeln beschossen. Durch den Beschuss wird ein Teil der glatten Schicht abgetragen, das Ergebnis ist ein rauerer Stein der mehr Halt bietet. Die Stahlkugeln werden mit einem Magneten wieder eingesammelt.

Gibt es schon Erfahrungen mit dieser Methode?

Zetel ist tatsächlich nicht die einzige Kommune mit zu glatten Klinkern. Auch Schortens ist zum Teil ein rutschiges Pflaster. Im Zuge der Innenstadtverschönerung war Anfang des Jahres der Wunsch geäußert worden, die Straßenklinker rutschfester zu machen. Dort entschied man sich für das Kugelstrahlverfahren und hat es bislang nicht bereut.

„Das ist das Ergebnis, das wir haben wollten“, sagte Detlef Otten vom Bauamt der Stadt Schortens auf Nachfrage des „Gemeinnützigen“. Das Ergebnis sei gut, die Steine leicht aufgeraut. Allerdings fehlten noch Langzeiterfahrungen. Im Mai wurde in Schortens mit den Arbeiten begonnen, gänzlich abgeschlossen sind sie noch nicht. „Wie sich das längerfristig darstellt und ob das Pflaster vielleicht schneller verschmutzt, wissen wir noch nicht“, so Otten weiter.

Nach dem Kugelstrahlverfahren sehen die Klinker allerdings etwas anders aus, sagt Otten: „Das Farbspiel ist etwas anders, weil auf der rauen Oberfläche das Licht etwas anders gebrochen wird.“ Zudem sei die Farbe der Steine etwas intensiver, weil sie durch das Verfahren auch gesäubert wurden. Die Resonanz aus der Bevölkerung sei bislang positiv.

Was kostet das Kugelstrahlverfahren?

In Schortens werden insgesamt etwa 10 000 Quadratmeter Wege mit dem Kugelstrahlverfahren bearbeitet. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 35 000 Euro – also drei bis vier Euro pro Quadratmeter. An einem Tag könnten bis zu 1000 Quadratmeter bearbeitet werden.

Das sind Summen über die die Gemeindeverwaltung in Zetel auch nicht einfach so verfügen kann. Bevor sich an Ohrbült und Co. etwas tut, wird es also zunächst einen Beschluss der Politik geben müssen.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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