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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Hier soll sich Gewerbe ansiedeln

21.03.2019

Zetel Am Ortsausgang von Zetel, Richtung Autobahn, soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Für das Gewerbegebiet „Roßfelde-Nord“, das 4,5 Hektar Gemeindeflächen und zusätzlich private Flächen umfasst, gibt es schon einige Vormerkungen von Betrieben: Das Interesse ist groß. Während die meisten Politiker der Gemeinde Zetel und die Verwaltung große Chancen in dem Projekt sehen, gibt es Skeptiker – unter anderem in der Landesstraßenbaubehörde in Aurich und in der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises.

Diplom-Ingenieur Thomas Weinert, Stadtbauer und Regionalplaner aus Norden, hat am Dienstagabend die Pläne im Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Zetel gezeigt. Ein wichtiges Thema ist die Zufahrt: Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich hatte in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass möglicherweise eine Linksabbiegerspur auf der Blauhander Straße gebaut werden müsse. „Eine Linksabbiegerspur wäre der Worst Case“, sagte Planer Thomas Weinert. Die Gemeinde Zetel müsse dann mit Kosten in Höhe von rund einer halben Million Euro rechnen. Denn es wären „Ausbaumaßnahmen auf größerer Länge der Landesstraße“ erforderlich, schreibt die Landesstraßenbaubehörde. Die Kosten für die Erschließung des Gewerbegebietes – ohne Linksabbiegerspur – werden auf rund eine Million Euro geschätzt. Die Gemeinde Zetel rechnet allerdings mit Zuschüssen.

Es soll jetzt eine Verkehrsuntersuchung geben, die klären soll, ob eine Linksabbiegerspur wirklich notwendig ist. Der Planer aber glaubt das nicht. Er sagt: „Ein wesentlicher Aspekt ist, dass es in dem Gewerbegebiet keinen Einzelhandel geben soll und somit keine größeren Verkehrsströme in das Gewerbegebiet und wieder heraus fließen.“

Auch die Anwohner gehen in ihren Stellungnahmen auf die Verkehrssituation ein. Sie schreiben: „Wir möchten darauf hinweisen, dass die Einfahrt in die neue Straße für Fahrzeuge aus Blauhand kommende sehr unglücklich gewählt ist, wenn nicht sogar gefährlich.“ Und der Fachbereich Straßenverkehr des Landkreises Friesland stellt schon einmal klar: „Bereits an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass verkehrliche Maßnahmen aufgrund des vorhandenen und prognostizierten Verkehrslärms nicht in Aussicht gestellt werden können.“

Große Bedenken gegen das Gewerbegebiet hat indes die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland. „Durch die Planung ergeben sich für die Schutzgüter Arten und Lebensgemeinschaften, Boden und Wasser sowie des Landschaftsbildes erhebliche Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes“, schreibt der Landkreis. „Der wesentliche Eingriff entsteht durch die Umwandlung von Grünland in versiegelte Grundfläche. Außerdem wird das Landschaftsbild erheblich verändert.“

Das kritisierte auch Bernd Janßen (Grüne) im Umwelt- und Planungsausschuss. „Es handelt sich um ein einzigartiges Landschaftsbild für Zetel, das wir uns hier verbauen. Hier treffen Geest und Marsch aufeinander und wir versiegeln das“, sagte Janßen.

Bernd Pauluschke (SPD) wies darauf hin, dass die Eingriffe in die Natur mit Ausgleichsflächen angemessen kompensiert würden. Bürgermeister Heiner Lauxtermann ergänzte: „Wir haben in der Vergangenheit erhebliche Flächen gekauft und haben die Möglichkeit, damit auszugleichen. Das ist ein ganz normaler Vorgang.“

Außerdem heißt es in der Abwägung: „Unter Berücksichtigung der besonderen verkehrsgünstigen Lage zeigen sich keine Standortalternativen mit einem geringeren naturschutzfachlichen Konfliktpotenzial auf.“ Soll heißen: Die Gemeinde sieht in dem Bereich gegenüber vom Gewerbegebiet Roßfelde am Ortsausgang Richtung Autobahn den einzigen sinnvollen Standort für ein neues Gewerbegebiet in Zetel.

Mit einer Gegenstimme (Bernd Janßen, Grüne) und einer Enthaltung (Jürn Müller, CDU) empfahl der Ausschuss, die Planungen mit den Abwägungen weiter zu verfolgen. Die Pläne sollen im nächsten Schritt öffentlich ausgelegt werden.

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Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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