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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Gewerbegebiet auf Eis gelegt

14.09.2019

Zetel Das war wohl nichts: Die Gemeinde Zetel muss ihre Pläne, ein neues Gewerbegebiet am Ortsausgang Richtung Autobahn zu gründen, vorerst auf Eis legen. Der Grund: Die Planung hat ergeben, dass die Kosten explodieren würden. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr setzt voraus, dass für das Gewerbegebiet eine Linksabbiegerspur auf der Blauhander Straße gebaut werden müsste. Das ist der Worst Case – rund 500 000 Euro würde eine Linksabbiegerspur kosten.

Im Umwelt- und Planungsausschuss im März sagte Diplom-Ingenieur Thomas Weinert, Stadtbauer und Regionalplaner aus Norden, noch, er halte es für unwahrscheinlich, dass eine Linksabbiegerspur gebaut werden müsse. Doch damit lag er wohl falsch. Am Donnerstag sagte Zetels Erster Gemeinderat Bernd Hoinke in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses, dass die Linksabbiegerspur nun erforderlich sei und das Projekt Gewerbegebiet Roßfelde Nord damit erstmal vom Tisch sei. Außerdem seien die Förderquoten reduziert worden, was die Kosten für die Gemeinde zusätzlich in die Höhe treiben würde.

Ja, das hätte man vorher wissen können, räumte Bernd Hoinke ein. „Das ist eine ärgerliche Geschichte. Aber wir wissen auch erst, was für eine Förderung wir bekommen, wenn die ganze Planung durch ist.“ Nun ist die Planung durch, die Kosten deutlich höher und die Förderquoten deutlich niedriger als gedacht. So wird das erstmal nichts mit einem neuen Gewerbegebiet.

„Wir könnten jetzt zwar abwarten, aber wir haben ein Problem: Im Planungsgebiet will schon seit Jahren der Eigentümer einer Fläche bauen.“ Die Gemeinde hat offenbar Daniel Meyer von der Firma ECS Systemtechnik GmbH an der Straße Kanelstadt in Zetel schon vor zwei Jahren zugesagt, seinen Betrieb an die Jakob-Borchers-Straße verlegen zu können. Würde die Gemeinde nun aber warten, bis genug Geld für die Linksabbiegerspur da ist und sich die Förderquoten erhöht haben, müsste auch Daniel Meyer weiter warten, bis er im neuen Gewerbegebiet auf seinem eigenen Grundstück bauen könnte. Das aber halten Verwaltung und Politik offenbar für nicht zumutbar.

Deswegen sind die Politiker im Umwelt- und Planungsausschuss jetzt einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, das Gewerbegebiet zunächst zurückzustellen und Daniel Meyer zu ermöglichen, noch in diesem Jahr mit dem Bau seines neuen Firmensitzes zu beginnen. Denn: Für einen einzigen Betrieb braucht die Jakob-Borchers-Straße keine Linksabbiegerspur.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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