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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

In welche Richtung soll Verkehr fließen?

22.01.2020

Zetel Einbahnstraße – aber wohin? Diese Frage stellte sich am Montagabend den Mitgliedern des Zeteler Bau- und Wegeausschusses. Auf der Tagesordnung stand die Umgestaltung der Kurzen Straße, die nach Ende der Umgestaltungsarbeiten zu einer Einbahnstraße werden soll. Nach Vorstellung der Verwaltung soll die Straße dann nur noch von Richtung Bohlenberger Straße zur Schulstraße hin befahren werden können.

Nach einer Anwohnerversammlung zu dem Thema gibt es daran aber Kritik: Die Anwohner befürchten, dass, sobald der Verkehr am Ohrbült nicht ganz so flüssig läuft, die Einbahnstraße zur Abkürzung wird, um den Ohrbült zu umfahren. Zudem laufe der Lieferverkehr für die Firma Eden in die andere Richtung, weil es andersherum für größere Fahrzeuge schwierig werden könnte. Die Anwohner schlagen daher vor, die Zufahrt von der Bohlenberger Straße aus zu verbieten und den Verkehr nur noch von der Schulstraße aus fahren zu lassen.

Laut Erstem Gemeinderat Bernd Hoinke habe man sich bei der Verwaltung für diese Ausrichtung der Einbahnstraße entschieden, weil die Ausfahrt auf die Bohlenberger Straße sehr unübersichtlich und daher nicht ungefährlich sei. Die Ausschussmitglieder signalisierten aber Zustimmung für den Vorschlag der Anwohner.

Ein weiterer Punkt, der auf der Anwohnerversammlung angesprochen wurde, ist die Pflasterung der Gehwege an der Kurzen Straße. Vorgesehen ist ein Klinkerpflaster, das zu dem Pflaster passt, das in anderen Teilen des Ortskerns bereits verlegt wurde. Allerdings gab es immer wieder Beschwerden darüber, das Klinkerpflaster sei zu glatt und zu rutschig. Die Anwohner bevorzugen daher rote Betonsteine.

Heinz Thormählen vom Bauamt erklärte, dass man ohnehin auf andere Klinker umsteigen müsse. „Die glatten Klinker gibt es nicht mehr“, sagte er. Die neueren Klinker seien zwar rauer, aber immer noch glatter als Betonsteine.

Bürgermeister Heiner Lauxtermann sagte, man müsse auf ein einheitliches Ortsbild achten. Zudem wolle die Gemeinde die glatten Klinker aufrauen und so für mehr Halt sorgen. „Wir werden auch in Kürze eine Versuchsfläche aufrauen, um zu sehen, was da möglich ist“, sagte Lauxtermann. In Schortens hat man ein ähnliches Problem und die Klinkerwege in großem Stil aufrauen lassen.

Für welche Einbahnstraßen-Richtung sich die Ratsmitglieder bei der Kurzen Straße entscheiden werden, wurde in der Sitzung noch nicht klar. Die beiden Punkte wurden zur Diskussion in die Fraktionen zurückgegeben. Eine Entscheidung soll dann direkt im nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss getroffen werden.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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