• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Wie oft dürfen sich die Windräder drehen?

05.12.2019

Zetel Die drei Windräder im Windpark Herrenmoor in der Gemeinde Zetel standen zwei Jahre lang sehr häufig still. Von März bis August mussten die Windkraftanlagen tagsüber stehen – es sei denn, es herrschte heftiger Wind oder Regen. Grund war ein Monitoring, bei dem die Auswirkungen der Windräder auf Brut- und Rastvögel sowie Fledermäuse untersucht wurden. Jetzt ist das Monitoring abgeschlossen und das Gutachten liegt vor. Ausgewertet ist es noch nicht: Darum kümmert sich jetzt der Landkreis Friesland.

„Das Gutachten liegt dem Landkreis vor und wird von der unteren Naturschutz- und Immissionsschutzbehörde bis Ende des Jahres ausgewertet“, sagt Kreissprecherin Nicola Karmires.

Der Windkraftbetreiber, die Wehde-Wind GmbH, hat das zweijährige Monitoring nach Angaben des Geschäftsführers Simon Habben freiwillig durchgeführt. Zwar seien die Windkraftanlagen genehmigt. „Aber das Gutachten gibt uns neben der Genehmigung eine zweite Rechtssicherheit“, erklärt Simon Habben. Dafür habe die Wehde-Wind-Gesellschaft auch in Kauf genommen, dass die Anlagen die ersten zwei Jahre weniger oft laufen und damit weniger Strom produzieren. „Natürlich fehlt da etwas vom Ertrag, das ist ja klar. Aber es handelt sich um ein vorübergehendes Monitoring-Verfahren. Die Windkrafträder laufen rund dreißig Jahre, und in diesem Zeitraum müssen wir denken“, sagt Simon Habben. Er rechnet damit, dass das Gutachten positiv ausfällt und sich die Windräder in Zukunft öfter drehen dürfen. „Wir sind von Anfang an davon ausgegangen, dass das Gebiet geeignet ist, sonst hätten wir den Windpark dort nicht gebaut. Und wir gehen auch jetzt davon aus, dass das Gebiet geeignet ist.“

Das Monitoring habe für die Betreibergesellschaft einen hohen technischen Aufwand bedeutet. „Es müssen die Windstärke, die Niederschlagsmenge und die Temperatur gemessen werden. An jedem Windrad sind Sensoren angebracht, die die Werte feststellen, außerdem sogenannte Horchkästen mit Mikrofonen für die Überwachung der Fledermäuse“, erklärt Simon Habben. „In den Sensoren ist alles einprogrammiert, die Windräder werden automatisch abgeschaltet.“

Aber was, wenn das Gutachten nun aussagt, dass die Windräder sich auch in Zukunft nicht Tag und Nacht drehen dürfen? „Wir gehen mit der Investition enorme Risiken ein. Aber wir wussten ja, worauf wir uns einlassen“, sagt Simon Habben. Natürlich hoffe er, dass der Landkreis zu dem Schluss komme, dass die Windräder normal betrieben werden können. Dabei ginge es nicht nur ums Geld. „Windräder leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und sie sorgen für erhebliche Gewerbesteuer-Einnahmen in den Kommunen. Außerdem schaffen sie Arbeitsplätze.“

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2506
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.