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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Zeteler Repair-Café: Sie werfen so schnell nichts weg

27.08.2019

Zetel Einmal wöchentlich verwandelt sich das Café im Mehrgenerationenhaus in eine Reparaturwerkstatt. Das Motto des Repair-Cafés: Nicht sofort alles wegwerfen, was kaputt ist, sondern erstmal schauen, ob man es reparieren kann.

Viele kaputte Gegenstände kann man relativ einfach reparieren. Aber die meisten Leute wissen eben nicht, wie. Deshalb warten nun schon seit drei Jahren die Schrauber des Repair-Cafés jeden Mittwoch ab 14.30 Uhr auf Besucher im Zeteler Kaffeehaus. Und immer mehr Menschen bringen gebrauchte Geräte und Maschinen, die nicht mehr funktionieren, dort hin. „Bisher hat es tadellos funktioniert“ oder „Zum Wegwerfen ist das viel zu schade“: Das bekommen Rolf Kuhlmann, Christian Dilling, Arno Schwarz und Jürgen Pfaffe oft zu hören und die Leute hoffen, dass ihren liebgewonnenen Alltagsdingen wieder Leben eingehaucht werden kann. Das spart nicht nur Geld, sondern es hilft auch, Müll zu vermeiden, Ressourcen zu sparen und so die Umwelt zu schonen. Beim Repair-Café wird kein „kostenloser Reparatur-Service“ geboten, sondern gemeinschaftlich organisierte Hilfe zur Selbsthilfe. Getragen wird dies von ehrenamtlich engagierten Helfern, die ihr Wissen und Können freiwillig und unentgeltlich zur Verfügung stellen, weil sie Interesse an Technik, Selbermachen und Werken haben.

Zu den Zeteler Hobbymechanikern gehören die Rentner Arno Schwarz, der aus der Elektro- und Metalltechnik kommt, der Elektrotechniker Rolf Kuhlmann, der Auto- und Hubschraubermechaniker Jürgen Pfaffe sowie Christian Dilling, der im Rettungsdienst arbeitete und scherzt: „Hier kann ich weiterhin retten.“

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Und tatsächlich sind viele Dinge zu retten. Die Erfolgsquote liege bei 70 Prozent. Zu schaffen macht den ehrenamtlichen Reparateuren, dass die Industrie ihre Produkte immer serviceunfreundlicher produziere. Manches lasse sich nur durch Zerstörung öffnen, obwohl im Inneren vielleicht nur eine Lötstelle etwas neuen Zinn braucht. In vielen Fällen zeigte sich auch, dass Gegenstände nicht wirklich kaputt waren, sondern vor allem gewartet werden mussten. Einfache Handlungen wie reinigen, entkalken oder schmieren reichten oft schon aus, um ein Produkt wieder zum Laufen zu bringen. Deshalb teilen die Helfer ihr Wissen und vermitteln Hilfe zur Selbsthilfe, so kann man sich das nächste Mal den Gang zum Repair-Café sparen.

Das Repair-Café finanziert sich aus Spenden der Gäste. Von dem Geld werden Werkzeuge und Verbrauchsmaterial angeschafft, damit die Schrauber nicht immer alles von zu Hause mitbringen müssen. Übrigens besteht mit den örtlichen Betrieben eine gute Zusammenarbeit. So manche zeitaufwendige Kleinigkeit vermitteln die Spezialisten an die Ehrenamtlichen, weil das für sie ein zu großer Aufwand wäre. Und umgekehrt ist es genauso, bei größeren Reparaturen wird an die Fachbetriebe verwiesen.

Der 3. Geburtstag des Repair-Cafés wird am 4. September ab 14.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen im Mehrgenerationenhaus gefeiert.

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