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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Ortsschau: Zeteler Züchter zeigen ihre edlen Tiere

17.10.2014

Zetel Es gibt sie in vielen verschiedenen Rassen und Farbschlägen – nur eins haben alle gemeinsam: Die Tiere der Rassekaninchenzüchter des Vereins I21 Zetel sind so flauschig, dass man sie am liebsten in den Arm nehmen und kuscheln würde. Und das, obwohl sie keine Haustiere, sondern Nutztiere sind, zur Zucht und zum Verkauf. An diesem Wochenende zeigen die Zeteler Züchter ihre besten Tiere im Vereinsheim (Osterende 9) bei der Ortsschau im Jubiläumsjahr.

Seit 75 Jahren gibt es den Kaninchenzüchter-Verein. Ein ungewöhnliches Jubiläumsjahr – denn Vereine wurden in der Zeit, in der der Zweite Weltkrieg ausbrach, nicht gegründet. Im Gegenteil: Das Vereinsleben kam in den meisten Fällen zum Erliegen. Die Rassekaninchenzüchter waren dem Kriegsausbruch nur wenige Monate zuvorgekommen.

Jubiläumsschau

Offiziell eröffnet wird die Schau von Bürgermeister Heiner Lauxtermann am Sonnabend, 18. Oktober, um 14 Uhr im Vereinsheim (Osterende 9) in Zetel.

Besucher können sich die Tiere am Sonnabend von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag, 19. Oktober, von 9 bis 17 Uhr ansehen.

Mit dabei sind die Kaninchen vom „Holländer“-Club I201 Weser-Ems.

„Ja, das Gründungsjahr ist ungewöhnlich“, sagt auch der Vereinsvorsitzende Stephan Brunken. „Aber als der Verein gegründet wurde, konnte ja niemand ahnen, dass ein Krieg ausbrechen würde. Das war ja nicht vorauszusehen.“

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In der Chronik des Vereins ist zu lesen: „Am 29.03.1939 fand die Gründungsversammlung im Hotel „Zur Börse“ statt. Der Kreisfachgruppenvorsitzende Wübbenhorst begrüßte 14 anwesende Züchter.“ Der Monatsbeitrag wurde damals auf eine Reichsmark festgelegt. Im Mai besuchten sich die Vereinsmitglieder gegenseitig und machten eine Bestandsaufnahme der Tiere. In der Chronik heißt es: waren also schon 306 Tiere insgesamt. Inzwischen brach der Zweite Weltkrieg aus und einige Züchterfreunde wurden in den Krieg eingezogen.“

Im Krieg, sagt Stephan Brunken, habe es das Vereinsleben in der gewohnten Form nicht gegeben. Sicher wurden trotzdem Kaninchen gezüchtet – zum Verzehr. „Das Kaninchen war damals sozusagen das Schwein des kleinen Mannes“, sagt der Vorsitzende.

Die Zeiten sind vorbei – in erster Linie geht es den Züchterfreunden um die Zucht selbst. Tiere, die nicht zur Zucht gebraucht werden können, werden natürlich auch zum Verzehr verkauft. Mit einer Ausnahme, wie Jugendwart Ralf Bartuschat erklärt: „Tiere, die einen Namen haben, gehören zur Familie und werden nicht gegessen.“

Es hat sich vieles verändert seit den Anfängen. „Heute gibt es die Rassen in viel mehr Farbschlägen als früher“, berichtet Brunken.

Außerdem sind auch Frauen und Kinder unter den Züchtern, was anfangs nicht der Fall war. Erst am 20. Februar 1982 wurde die Frauengruppe gegründet.

Die Jugendgruppe des Zeteler Vereins ist heute mit acht Jugendlichen kreisweit die stärkste. Alle zwei Jahre bietet der Verein auch eine Ferienspaß-Aktion an, berichtet Bartuschat, der auch Kreisjugendwart ist. Er züchtet mit seiner Tochter zusammen die Rasse „Holländer“. „Wir haben uns damals in die Rasse verliebt und gesagt: die oder keine.“

In die flauschigen Langohren verlieben können sich auch die Besucher: an diesem Wochenende bei der Jubiläumsortsschau.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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