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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Zukunft Varel“ fordert unabhängiges Gutachten

19.10.2011

VAREL Die Papier- und Kartonfabrik Varel hat einen Antrag auf Erhöhung der Grundwasserentnahme gestellt. Dazu sollen acht neue Brunnen gebohrt werden. Die Wählergruppe „Zukunft Varel“ beurteilt das Vorhaben nicht so optimistisch wie die von der Papier- und Kartonfabrik beauftragten Gutachter und hat sich jetzt mit dem Vorschlag, ein neues unabhängiges Gutachten erstellen zu lassen, an den Landkreis Friesland gewandt.

Acht neue Brunnen

„Die Papier- und Kartonfabrik Varel hat beantragt, jährlich Grundwasser in Höhe von 4,5 Millionen Kubikmeter im Jahr fördern zu dürfen. Vorzeitig soll die Förderung von 3,6 Millionen m³ zugelassen werden. Bisher liegt eine Genehmigung von 2,8 Millionen m³ vor. Bis zum Jahre 2004 lag der Wasserverbrauch der Papier- und Kartonfabrik bei 1,5 Millionen m³ jährlich. Es sollen acht Brunnen neu gebohrt werden, sechs im Raum Langendamm-Winkelsheide und zwei auf dem Betriebsgelände selbst“, schreiben Karl-Heinz Funke und Axel Neugebauer an den Landrat.

„Wir möchten betonen, dass es Hinweise gibt, dass insbesondere durch die Zunahme der Förderung um fast das Doppelte seit dem Jahre 2004 umfangreiche Schäden an Gebäuden, Straßen, Wegen und Sackungen von landwirtschaftlich genutzten Flächen entstanden sind“, heißt es weiter. Diese Schäden und Sackungen hätten nichts mit Meliorations- und Oberflächenentwässerungsmaßnahmen der 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts zu tun.

Grundwasserspiegel sinkt

In dem entsprechenden Gutachten, das die Papier- und Kartonfabrik zusammen mit dem Antrag vorgelegt hat, werde zugestanden, dass sich der Grundwasserspiegel weiter absenken wird (zwei Meter in tieferen Bereichen). Ausgeglichen werden könne das durch andere Regelungen bei der Oberflächenentwässerung. „Wie und wodurch diese Regelungen durchgeführt werden sollen, ist nicht bekannt“, kritisiert „Zukunft Varel“.

Neutrales Gutachten

„Angesichts der bisherigen Erfahrungen und der beabsichtigten Größenordnung, nämlich die Grundwasserentnahme um 60 Prozent zu erhöhen, halten wir es für unerlässlich, dass der Landkreis Friesland als Genehmigungsbehörde ein neutrales Gutachten erstellen lässt“, heißt es weiter. Außerdem sollte es Anhörungen betroffener Bürger geben und Stellungnahmen landwirtschaftlicher Organisationen, unter anderem der Entwässerungsverbände, eingeholt werden.

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