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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Zylinder und Püttbuch werden weiter gereicht

12.01.2011

WANGERLAND Das Püttbier hat nicht nur in Jever eine lange Tradition, sondern wird auch vielerorts jedes Jahr aufs Neue im Wangerland gefeiert.

Es geht zurück auf die Jeversche Brunnenverordnung aus dem Jahr 1756. Seitdem treffen sich einmal im Jahr die Anwohner der jeweiligen Pütt, um einen neuen Püttmeister zu bestimmen. Früher war er zuständig für die Instandhaltung des Brunnens und musste dafür sorgen, dass die Pütt auch im Winter nutzbar und somit eisfrei war. Außerdem lag es in seiner Hand, das Geld für das an der Pütt geholte Wasser einzusammeln und dies akribisch im sogenannten Püttbuch festzuhalten.

Heute schmückt die Püttgemeinschaft einmal im Jahr die Pütt und ernennt um Mitternacht den neuen Püttmeister. Was als ernstes Ritual begann, ist heute ein geselliges Nachbarschaftsfest geworden. So auch in Minsen: Dort traf sich die Püttgemeinschaft an der Kirchpütt und feierte anschließend in der „Alten Schmiede“ mit Hochprozentigem, Bier und Spießbraten.

„Unser besonderer Dank gilt der Familie Neumann, die uns hier mit Essen und Getränken versorgt“, sagte Alt-Püttmeister Rolf Arians. Die Püttgemeinschaft Minsen entscheidet im Losverfahren, wer der neue Püttmeister wird. In diesem Jahr ist es die Püttmeisterin Maria Müller aus Minsen geworden.

Auch in Tettens wurde direkt neben der Pütt im „Hof von Wangerland“ mit Tee und Gebäck gefeiert. Der Brunnen von 1826 stand nicht immer neben dem „Hof von Wangerland“. Früher stand die Pütt auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor der Gaststätte „Deutsches Haus“. Anfang der 60er Jahre musste die Pütt allerdings versetzt werden, da die Hauptstraße verbreitert wurde und darum heute über der alten Pütt verläuft. Die neue Pütt trägt aber noch den Originalaufsatz der alten Pütt. Um Mitternacht gab Püttmeister Giuliano Cruciani sein Amt an den Neuling Torsten Elsner ab. Crucianis Stellvertreter Günther Heidemann gab die Laterne an Fritz Flick weiter.

Die Püttgemeinschaft Hohenkirchen feiert ihr Püttbier erst am Sonnabend und wählt dann den neuen Püttmeister.

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