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Aktualisiert vor 35 Minuten.

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NWZonline.de Region Friesland

Sorge um die Zukunft des Richthofen-Geschwaders

02.09.2017

Wittmund Die Waffenschule für den Flugplatz Wittmund ist offenbar vom Tisch – damit steigt in Wittmund wieder die Sorge um die Zukunft des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“.

Laut Oberstleutnant Gero Finke, stellvertretender Geschwader-Kommodore, hat sich als Standort für die Waffenschule Laage bei Rostock durchgesetzt. „Wir rechnen nicht mehr mit einem Waffenschulzentrum in Wittmund, machen aber Grundschulung“, sagte er. Bisher hieß es, dass zumindest ein Teil der fliegerischen Ausbildung im Eurofighter in Wittmund angesiedelt werden soll.

„Ich fordere Verlässlichkeit ein“, sagte Bürgermeister Rolf Claußen bei der Lärmschutzkommission: „Wir befinden uns nach wie vor in der Hängepartie. Wir haben verbindliche Beschlusslagen“, setzte er hinzu. Würden die dauernd geändert, mache sich die Stadt unglaubwürdig, die voll hinter dem Geschwader stehe. Der Hintergrund: Für die Umstellung auf den Eurofighter muss der Flugplatz von Grund auf modernisiert werden. Doch die Erwartung, dass das zügig passiert, erwies sich offensichtlich als unrealistisch, sagte Finke.

Wie Annika Wronna, Baudirektorin der Oberfinanzdirektion Niedersachsen, berichtete, soll der Antrag für Wittmundhafen in diesem Jahr gestellt werden. 2018 sei dann geplant, Träger öffentlicher Belange und Anwohner zu beteiligen. Gleichzeitig würden Lärm- und Schadstoffgutachten erstellt. Das Genehmigungsverfahren bei Bauten auf Militärgelände sei komplex. „Das Genehmigungsverfahren wird nicht vor Ende 2018 abgeschlossen sein“, so Wronna. Die ersten Baumaßnahmen könnten 2019 folgen.

Das Richthofen-Geschwader sichert mit bis zu 21 Eurofightern den Luftraum in Norddeutschland. Anfang 2018 soll es von 868 Dienstposten auf 934 aufwachsen.

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