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NWZonline.de Region Friesland

Wünsche erfüllen

29.11.2018

Im Einkaufszentrum Famila in Varel steht bis zum 19. Dezember ein Wunschbaum mit 210 Wunschkarten von bedürftigen Kindern aus der Region. „Die Kleinen haben die Karten sehr liebevoll gemacht“, sagt Hildegard Klose. Gemeinsam mit Kurt Klose ist sie die Initiatorin der Aktion. Besonders Lego, Bücher und Musikspielzeug stehen auf den Karten. Wer eine Wunschkarte vom Baum nimmt, kann diesen Wunsch im Famila-Markt gleich erfüllen. Das Geschenk soll nicht mehr als 25 Euro kosten. Die Geschenke und die passende Wunschkarte können an der Information im Famila-Center abgegeben werden. Die Mitarbeiter von Famila bieten ebenfalls an, das Geschenk zu verpacken. Die Organisation wird unterstützt von dem Famila-Center, dem SOS Kinderdorf, den Freien Sozialen Diensten, dem Waldorfkindergarten, der SoKoN und dem VDK. Diese gehören alle dem Paritätischen Wohlfahrtsverband an. Der Baum wurde von der Baumschule Lübben kostenlos zur Verfügung gestellt.

Es war der Traumfilm von vielen der Kinder, „sie haben Hurra gerufen, weil sie ihn unbedingt sehen wollten“, sagt Claudia Preuß, Einrichtungsleiterin des Waisenstifts Varel. Der Film, um den es ging, ist Paddington 2, den am Dienstag 40 Kinder der Wohngruppe des Waisenstifts und 16 Erwachsene im Upstalsboom Landhotel Friesland gesehen haben. „Es ist das zweite Mal, dass wir die Kinder einladen, um sich einen Film anzusehen“, sagte Susanne Rädicker vom Housekeeping-Team. Mit allerlei Süßigkeiten und Fruchtsäften ausgestattet, freuten sich die Kinder und konnten es kaum erwarten, dass der Film endlich losging. „Sie sind sehr gespannt und konzentriert“, sagte Claudia Preuß. Während der Vorstellung gab es eine Pause, in der die Kinder ausgelassen toben und etwas essen konnten. Am meisten Spaß hatten sie dabei, die Luftballons auf dem Boden platzen zu lassen.

Praktische Einblicke in die Arbeit der Familienhilfe im Waisenstift Varel erhielt die Wiener Studentin Ruth Stebegg-Mühl. Die gelernte Sozialpädagogin war im Rahmen ihrer Master Arbeit auf das Buch „Familien-Aktivierungs-Management“ von Waisenstift-Mitarbeiter Rüdiger Pieper, Pädagogischer Leiter, gestoßen und hatte Kontakt zu ihm aufgenommen. „Im Waisenstift werden die Eltern von den Mitarbeitern nicht abgeschrieben, sondern erhalten die Chance, sich als Familie weiter zu entwickeln. Das hat mich beeindruckt“, sagt Ruth Stebegg-Mühl über ihren Besuch in Varel.

Der Arbeitskreis „Runder Tisch gegen häusliche Gewalt in Varel“ hatte zu einem Vortrag ins Rathaus eingeladen. Sarah Stockhausen, Ärztin für Rechtsmedizin an der Außenstelle Oldenburg der Medizinischen Hochschule Hannover, stellte das Netzwerk „ProBeweis“ aus Oldenburg vor. Es ging um kostenfreie und vertrauliche Dokumentation und Beweissicherung bei häuslicher Gewalt. Viele Betroffene würden sich nach einem Gewaltereignis oder sexuellem Übergriff nicht in der Lage sehen, zeitnah eine Strafanzeige bei der Polizei zu machen. Häufig erfolge eine Strafanzeige erst einige Tage nach dem Ereignis. Für ein späteres Ermittlungsverfahren könne es so zum Verlust objektiver Befunde kommen. Hier schließe das Netzwerk Pro Beweis diese Lücke. Sarah Stockhausen beschrieb in ihrem Vortrag die Tätigkeit der Untersuchungszentren und des Instituts für Rechtsmedizin in Oldenburg. Wohnortnah für Bürgerinnen und Bürger aus Varel sind die Ammerland-Klinik in Westerstede, das Klinikum Wilhelmshaven, das Evangelische Krankenhaus Oldenburg und das Krankenhaus in Aurich zuständig. Betroffene von körperlicher oder sexueller Gewalt können sich losgelöst von einer Anzeige bei der Polizei selbstständig an eine der Untersuchungsstellen wenden und werden dort durch rechtsmedizinisch geschulte Ärztinnen und Ärzte unter Wahrung der Schweigepflicht kostenlos untersucht.

Weitere Infos gibt es unter www.probeweis.de, Tel. 0176/1532 4572.

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