Zetel - Wochenlang hat ein Arbeitskreis an einem Konzept für die Erweiterung der Grundschule in Zetel gefeilt. Jetzt ist die Vorplanung fertig und die Kapels-Architekten werden den Entwurf öffentlich präsentieren: Am Dienstag, 12. Mai, wird der Plan für die Erweiterung der Grundschule Zetel in der öffentlichen Sitzung der Fachausschüsse vorgestellt. Beginn ist um 18 Uhr in der Aula der Integrierten Gesamtschule Zetel.

Das neue Konzept für die Grundschule ist ein großer Wurf, mit dem viele Probleme auf einmal gelöst werden sollen. Die Grundschule Zetel ist zu klein, die Außenstelle in Bohlenberge wird den Anforderungen an eine moderne Schule nicht mehr gerecht, beiden Gebäuden fehlen zusätzliche Fachräume und eine Mensa. Deswegen sollen beide Schulen am Standort der Grundschule in der Ortsmitte in Zetel zusammengelegt werden. Diese Grundschule soll erweitert und die Außenstelle im Gegenzug geschlossen werden.

Für die Erweiterung hat die Gemeinde ein angrenzendes Grundstück gekauft, auf dem die ehemalige Nicolaysen-Villa stand. Die Villa ist bereits abgerissen. Das 1413 Quadratmeter große Grundstück an der Bohlenberger Straße grenzt hinten an die Grundschule und kann so in das bestehende Schulgelände integriert werden. Spannend ist die Frage, wie das Grundstück am besten Teil des Schulgeländes werden kann.

Die Ratsmitglieder, die sich in dem Arbeitskreis mit dieser Frage beschäftigt haben, sind auf die Wünsche der Schulleitung eingegangen und haben auf dieser Grundlage eine Möglichkeit für die Erweiterung der Schule erarbeitet. Der Plan sieht vor, zwei Schulen zu einer zu machen: Die Außenstelle in Bohlenberge mit jeweils einer Klasse in allen vier Jahrgängen soll mit in die neue erweiterte Grundschule ziehen. Bisher sind an der Schule in der Ortsmitte jeweils drei Klassen in allen vier Jahrgängen. „Die Schulen sollen sinnvoll zusammenwachsen“, sagt Anke Ulferts-Büscherhoff vom Fachbereich Bildung und Soziales. „Es ging um die Frage: Was braucht die erweiterte Grundschule? Wie kann ein Neubau aussehen, wie kann das bestehende Gebäude neu genutzt werden?“ Wie sich Politiker und Architekten die neue erweiterte Grundschule im Zentrum von Zetel vorstellen, erfahren die Bürger in der Sitzung am 12. Mai.


Die erweiterte Grundschule soll eine Schule für die Zukunft sein. Die Schülerzahlen sind in Zetel konstant hoch. Die große Nachfrage nach Baugrundstücken in der Gemeinde lässt darauf schließen, dass das so bleibt. Doch nicht nur die vielen Schüler, auch der veränderte Bedarf ist entscheidend: Für die Inklusion sind sogenannte Differenzierungsräume erforderlich. Außerdem brauchen die Schulen auch Räume, um die Ganztagsbetreuung zu ermöglichen.

Weil immer mehr Kinder im Ganztag an der Schule sind, muss in den Schulen auch Mittagessen angeboten werden – eine Mensa aber gibt es in Zetel bisher nicht. Zurzeit – oder zumindest vor dem Corona-Shutdown – gingen rund 100 Schüler jeden Mittag ins Mehrgenerationenhaus zum Mittagsessen. „Aber das ist keine Dauerlösung, das MGH ist dafür gar nicht ausgelegt“, sagt Bürgermeister Heiner Lauxtermann.

Sandra Binkenstein
Sandra Binkenstein Thementeam Soziales