Zetel - Vor fast 100 Jahren gründeten Albert Grobes Großeltern an der Schulstraße in Zetel den Friseursalon, in dritter Generation führte Albert Grobe das schmucke Geschäft. Bis jetzt: Der 73-Jährige hat seinen Friseursalon nun geschlossen.
Anfang März werden dort aber trotzdem wieder Haare geschnitten, gefärbt und geföhnt: Elke Hofdmann öffnet dort ihren neuen Salon. Darauf haben die Kunden nach der langen Corona-Zwangspause auch lange gewartet, sagt die Friseurmeisterin: „In den ersten Tagen sind die Termine schon so gut wie ausgebucht.“
Gutes Gefühl
Albert Grobe hängt die Haarschere aus Altersgründen an den Nagel. „Natürlich ist es nicht ganz leicht, den Salon abzugeben. Aber ich tue es mit einem guten Gefühl“, sagt er. „Denn was mir besonders wichtig war, ist, dass hier wieder ein Friseurgeschäft reinkommt.“ Mit Elke Hofdmann habe er eine „engagierte, kompetente“ Nachfolgerin für das Haus gefunden. Er ist sicher: „Elke hat einfach Biss, das wird gut passen.“ Albert Grobe hat in der dritten Generation den Friseursalon an der Schulstraße betrieben, er ist in dem Haus aufgewachsen und hat fast 49 Jahre lang in dem Beruf gearbeitet. Sein Dank geht an seine Kunden und langjährigen Mitarbeiterinnen.
Nun hat Elke Hofdmann das schmucke Gebäude von 1925 an der Schulstraße gekauft. Die Friseurmeisterin verlegt ihren Salon von Bohlenberge an die Schulstraße. Mit ihren Mitarbeitern, einer weiteren Friseurmeisterin, einer Gesellin und einem Herrenfriseur, wäscht, schneidet, färbt und föhnt sie ab März im Haus an der Schulstraße.
Doppelt so groß
„Der Salon ist doppelt so groß, hier habe ich einen separaten Herrensalon und einen Raum für die Zweithaar-Kunden. Auch im Damensalon haben wir hier alle Möglichkeiten, uns kreativ zu entfalten.“ Den Salon direkt an ihrem Wohnhaus in Bohlenberge baut die 54-Jährige gerade in ein Appartement um, das sie vermieten wird.
