Zetel - Als „die Frau mit dem bunten Garten“ ist Fine Hollander-Müller in ihrer Nachbarschaft in Zetel bekannt. Die 68-Jährige liebt ihre Wildblumen, die sich jedes Jahr fast ohne Hilfe neu aussäen. So entstehen nicht nur schöne Farbkombinationen im Garten, sondern auch viele Nahrungsquellen für die Insekten.
Hochgewachsene Blume
Mit rund 600 Quadratmetern hat die pensionierte Erzieherin einen durchschnittlich großen Garten. Gerade aber eine hochgewachsene Blumensorte findet sich hier gleich mehrere Male. Die gelbe Königskerze thront über den anderen Blumensorten, mehr als 50 Stück hat Hollander-Müller in ihrem Garten.
„Jede Blüte ist ein kleines Kunstwerk“, findet Hollander-Müller. Sie freut sich über ihr großes Wildblumenbeet, in dem sich Mohnblumen in verschiedenen Farben, Nelken, Glockenblumen, Margeriten, Fingerhüte und viele andere Blumen befinden. Die Blumen säen sich jedes Jahr selbst aus. Vor allem Vögel bringen auch häufig wieder neue Blumensamen in den Garten. „Manchmal fragen auch Freunde und Verwandte ein paar Samen an.“ Blumensträuße kreiert die Zetelerin ebenfalls häufig aus ihren eigenen Pflanzen.
Hollander-Müller pflegt den Garten ausschließlich ökologisch, Chemikalien hat sie noch nie benutzt. „Es gibt hier aber auch nicht so viel Ungeziefer“, sagt sie. Dieses Jahr hatte sie zum ersten Mal ein paar Schnecken mehr als üblich bemerkt. Daran stört sie sich aber nicht. Auf Unkrautzupfen verzichtet die Zetelerin ebenfalls oft.
Heimat vieler Insekten
Auch ein großer Busch an Wildrosen lockt in Hollander-Müllers Garten viele Insekten an. Einen kleinen Teich hat sie auch im Garten. Hier schlüpfen zahlreiche Libellen.
Zwei Projekte möchte Hollander-Müller in ihrem Garten eventuell demnächst angehen. Zum einen überlegt sie, die Blumensorte Wegwarte anzupflanzen. „Die sieht so schön aus, die hätte ich gerne hier.“ Zum anderen überlegt sie, wieder mehr Obstbäume auf das Grundstück zu holen. Momentan steht nur noch ein Apfelbaum im Garten. „Wir hatten auch mal Pflaumen- und Birnenbäume, ich könnte mir gut vorstellen, wieder welche hier anzupflanzen.“
