Zetel - Zum Artikel „Traum vom Naturpark ,Friesische Wälder’“, NWZ vom 25. Januar, äußert sich Ingo Logemann. Der Naturfreund und SPD-Ratsherr der Gemeinde Zetel schreibt: „Die Möglichkeiten, die sich für die Region in wirtschaftlicher Sicht mit dem Gütesiegel ,Naturpark Friesische Wälder’ auftun würden, zum Beispiel für den Tourismus (Urlaub auf dem Bauernhof, sanfter Tourismus, Gastronomische Betriebe), bieten eine große Chance. Die Umweltbildung und das Interesse am Geschehen in der Natur nehmen einen immer größeren Raum in unserem Leben ein.“
Dabei gebe es in Zetel schon diverse Ansätze zu dem Thema: Das Rad-Wander-Wegenetz mit dem Knotenpunktsystem (auch im Naturschutzgebiet Neuenburger Holz) und die ehrenamtliche Pflege dieses Angebotes, der Einsatz von Waldpädagogen im Neuenburger Holz die naturkundlichen Wanderwege im Bockhorner und Spolsener Moor Broschüren des Landkreises Friesland zu einzelnen Schutzgebieten.
Logemann schreibt: „Denn nur was ich kenne, kann ich schützen und sorgsam damit umgehen. Es sollten Konzepte entwickelt werden, die zwischen den einzelnen Landschaftsbereichen ein Biotopverbund zur Weiterentwicklung der Naturräume herstellen. Die Frage ist: Wer soll es machen? Die einzelnen Kommunen können es nicht, die unteren Naturschutzbehörden der Landkreise sind von der Anzahl der Mitarbeiter her zu schwach besetzt.“
Naturschutzstiftung
Die Gemeinde Bockhorn und die Stadt Varel wollen sich jetzt dem Projekt der Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven zur Förderung der Biodiversität im Landkreis Friesland anschließen. Logemann meint: „Das könnte der Lösungsansatz sein. Die Stiftung ist in dem Landschaftsbereich für den von Rainer Städing eingebrachten Vorschlag des Naturparks tätig. Ich könnte mir vorstellen, dass durch die Stiftung in Verbindung mit den Landkreisen Fördermittel eingeworben werden, damit das Projekt auf den Weg gebracht und entsprechend umgesetzt wird. Einbringen könnten sich dann auch die Naturschutzverbände und -vereine, die sich seit Jahren in einem Arbeitskreis Naturschutz im Landkreis austauschen und Entscheidungen begleiten.“
Biosphärenregion
„Man sieht bei der Gemeinde Sande, welche Möglichkeiten sich die Mitgliedschaft in der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer zur Förderung von Projekten auftun. Die Gemeinde Zetel ist dabei aus meiner Sicht derzeit auf einem guten Weg auch Mitglied in der Biosphärenregion zu werden.“
Auch für die Landwirtschaft stecke darin großes Potenzial – sowohl aus touristischer Sicht durch Urlaub auf dem Bauernhof sowie für die Schaffung von regionalen Produkten in den Betrieben.
„Ich würde mich freuen, wenn die Politik (Landkreis und Kommunen) die Idee von Rainer Städing aufgreift, umsetzt und das Projekt damit auf den Weg bringt.“
