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Zeteler Disco in der Pandemie Das „Mark 4“ geht in der Corona-Krise neue Wege

Zetel - Seit einem Jahr sind die Lichter aus, die Musikanlage bleibt still und die Tanzfläche leer: Wegen der Corona-Pandemie dürfen Jeannette Wilkenjohanns und Jens Marx die Disco Mark 4 an der Hauptstraße 10 in Zetel nicht mehr öffnen. Jetzt wollen die Disco-Betreiber neue Wege gehen und bieten bald selbst hergestelltes Eis im Scooter und Sommergarten an. Damit kehren sie zurück zu den Wurzeln, denn, was viele nicht wissen: Schon Jeannettes Eltern und Großeltern haben Eis an der Hauptstraße verkauft.

Alles was man braucht

Der Eisverkauf startet am 2. April, ob es nur einen Außer-Haus-Verkauf geben wird oder die Gäste auch im Sommergarten Platz nehmen können, hängt von den Corona-Verordnungen ab, die nächste Woche beschlossen werden. Doch das erste Probe-Eis ist schon fertig: ein cremiges Vanille-Eis mit intensivem Geschmack.

„Vorher haben wir noch kein Eis selbst gemacht, obwohl das ja eigentlich in der Familie liegt“, sagt Jeannette Wilkenjohanns. „Meine Oma und mein Opa hatten neben dem Tanzlokal Wilkenjohanns einen Tabak- und Alkoholverkauf und daneben haben sie eine Eisdiele gebaut. Dort haben sie Eis nach italienischer Art angeboten, manchmal drei Sorten, manchmal vier. So war das in den 60er Jahren“, erzählt die Disco-Betreiberin. „Dann haben meine Eltern das Eis-Café übernommen. Das lief gut, bis mein Vater auch das Tanzlokal übernommen und die Disco Highlight gebaut hat.“ Für das Eis-Café war dann keine Zeit mehr: Die Disco war ein Treffpunkt für die ganze Jugend in und um Zetel.

Doch die goldenen Zeiten der Diskotheken sind vorbei. Immer mehr junge Leute verbringen ihre Abende eher im privaten Rahmen. Dann kam die Corona-Krise und das Geschäft stand ganz still. „In dieser Corona-Zeit haben wir beide viel nachgedacht“, sagt Jeannette Wilkenjohanns.

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Eis-Liebhaber

„Dieses Jahr wird das mit den Diskotheken sicher nichts mehr. Und in dieser Zeit, in der das Mark 4 geschlossen war, haben wir gemerkt, dass wir zu den Wurzeln zurückkehren müssen.“ Schließlich sei für ein Eis-Café alles da: Der Scooter mit den Sitzplätzen, der Sommergarten, die einladende Glasfront. „Meine Eltern haben gesagt: Versucht es doch mit Eis, das haben wir doch auch gemacht.“

Zwar sollen in der Disco so schnell wie möglich wieder Partys gefeiert und die Räume auch wieder an Feiergesellschaften vermietet werden, doch nun beschreitet das Paar erst einmal neue Wege. Die beiden haben schon eine Eisvitrine mit Platz für viele Sorten, eine große Eismaschine und einen Kühlschrank gekauft, in dem das Eis über Nacht cremig bleibt. Wie man richtig gutes Eis selbst herstellt, haben Jeannette Wilkenjohanns und Jens Marx von Profis aus Italien gelernt. „Das Ehepaar hat uns viele Kniffe und Tricks verraten“, sagt Jens Marx. Und als echte Eis-Liebhaber wissen die Disco-Betreiber genau, was schmeckt.  

Sandra Binkenstein
Sandra Binkenstein Thementeam Soziales
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