Jever - Nicht das Rathaus mit dem Anton-Günther-Saal hat Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers diesmal gewählt: Seinen Neujahrsgruß an die Bürgerinnen und Bürger hat er im Lok-Kulturzentrum aufgenommen. „Der Lokschuppen hat Symbolkraft“, begründet er das: „Das Gebäude hat Vergangenheit und beschreibt auch die Gegenwart gut.“ Denn das Kulturzentrum zeige sehr deutlich die Auswirkungen der Corona-Krise – auf die Kultur, aber auch auf viele andere Bereiche, die als Verlierer der Pandemie dastehen.
„Aber der Lokschuppen steht auch für unsere Möglichkeiten, die Zukunft zu gestalten“, so der Bürgermeister: „Indem wir das Kulturzentrum modernisieren und sanieren und wieder mit Leben füllen, haben wir die Chance, die Zukunft zu gewinnen.“
Da auch in diesem Jahr der Neujahrsempfang nicht stattfindet, blickt Bürgermeister Jan Edo Albers wie schon im Januar 2021 per Video-Ansprache aufs Jahr in Jever zurück und gibt einen Ausblick darauf, was in diesem Jahr ansteht. Dass im zweiten Corona-Jahr vieles, was im ersten ausprobiert wurde, nun Alltag ist und gut funktioniert, zeigt auch die Ansprache des Bürgermeisters: Seine erste Video-Botschaft zu Neujahr war viel zu lang – gut eine halbe Stunde hatte sie gedauert. Deshalb war sie vor einem Jahr auch zusätzlich in einer Kurzversion veröffentlicht worden. Diesmal dauert die Rede Albers’ knapp 8 Minuten, sie zeigt nicht nur den Bürgermeister, sondern auch Szenen aus der Stadt, und ist mit Musik von Sebastian Schmalz untermalt.
Was war 2021?
Viel ist ausgefallen im Corona-Jahr 2021. „Trotzdem haben wir Jever weiterentwickelt“, blickt Albers zurück: Rat und Verwaltung „haben sich gegen Corona gestemmt“ und die Folgen durch Vereins-Förderung und das Veranstaltungsprogramm unter dem Motto „Willkommen zurück“ abgemildert. Picknickkonzerte im Freibad, die Reihe „Auf ein Bier“, der Gastronomieführer und das Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ sind einige Beispiele.
Zudem wurde konsequent der Masterplan weiter umgesetzt – „wir haben die Basis gelegt für die Zukunft“, ist der Bürgermeister überzeugt.
Das kommt 2022
In diesem Jahr werden Pläne umgesetzt: die Erweiterung der Feuerwache, der Umbau der Pauls-Sillus-Grundschule, die Sanierung des Freibads und die Weiterentwicklung des Lokschuppens, berichtet Jan Edo Albers. Und die Innenstadt soll ebenfalls attraktiver gestaltet werden – es geht darum, Leerstand zu füllen, die Plattform „Gutes aus Jever“ auszubauen und den Radverkehr zu fördern, nennt der Bürgermeister als Beispiele.
Weitere Themen: Bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum zu schaffen und den Klimaschutz voranzubringen durch einen eigenen Klimaschutzbeauftragten.
