Bislang sorgte im Nordwesten stets das Klinikum Wilhelmshaven viel zu oft für Skandale und Schlagzeilen. Inzwischen stehen die Friesland Kliniken mit ihren Standorten in Sande und ganz besonders in Varel immer häufiger im schlechten Licht da.
Es gibt Kündigungen von Mitarbeitern in einem Ausmaß, dass nun die Schließung der Inneren Abteilung naht – das ist beispiellos. Bei der Mahnwache am Donnerstag war nicht „Zwischen den Zeilen“, sondern von Beschäftigten und Betroffenen groß und deutlich auf Plakaten zu lesen, dass „wertgeschätzte Mitarbeiter nicht kündigen“, dass „Lügen kurze Beine haben“ und dass „niemand ohne Grund kündigt.“
Es ist bezeichnend und offensichtlich, was sich hier seit dem Wechsel in der Geschäftsführung tut. Dass geschätzte Mediziner, deren Herz seit vielen Jahren für das St.-Johannes-Hospital schlägt, nun gehen und sich neu orientieren, und dass in der Folge weitere Oberärzte das Haus verlassen, ist ganz gewiss keine Folge der Lauterbach’schen Gesundheitspolitik.
Das hat allein das Management der Friesland Kliniken zu verantworten. Bezeichnend auch, dass das Klinikum auf seiner Homepage Ende November in einer internen Stellenausschreibung für Sande gleich vier Assistenzärzte suchte und für Varel explizit keine offenen Stellen zu besetzen hatte.
Zu diesem Zeitpunkt waren die Vareler Kündigungen längst bekannt – und damit ganz sicher die geplante Schließung der Inneren Abteilung.
