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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Friesoythe

Wochenmarkt: Backstube unter freiem Himmel

20.08.2011

FRIESOYTHE Ein bisschen Rauch schlägt Georg Wessels entgegen, als er die obere Klappe seines Holzofens öffnet. Zwölf Laibe liegen in dem Backraum, längliche und runde Brote, mit Körnern und ohne. Wessels hantiert mit einem Brotschieber, der etwa 1,85 Meter lang ist, und zieht zwei Brote heraus. „Nur in diesem Ofen wird die Kruste so schön fest“, behauptet Wessels, während er die Brote präsentiert. „Deswegen bleibt das Brot auch länger frisch.“

Georg Wessels erzählt dies nicht in einer Backstube. Sein Holzbackofen ist auf einem Autoanhänger montiert und steht am Freitagmittag das erste Mal auf dem Friesoyther Wochenmarkt. Allerdings findet nicht der ganze Backvorgang in dem schwarzen, eisernen Gerät mit dem langen Schornstein auf dem Dach statt. „Wir backen das Brot in einem mit Öl befeuerten Ofen vor“, erklärt der 50-Jährige. „Auf dem Markt backen wir es dann noch 20 bis 30 Minuten lang aus.“

In Werlte (Emsland) unterhält seine Familie seit 1953 eine Bäckerei. Seit acht Jahren beschicken Wessels und seine Frau Brigitta Wochenmärkte in der Region, den Ladenverkauf haben sie inzwischen eingestellt.

In Werlte wird der Ofen morgens um vier Uhr befeuert. In der Holzkammer wird ein Feuer entfacht, bis sie auf 300 bis 400 Grad Celsius erhitzt ist. Dann wird die Glut in eine Kammer darunter verfrachtet, in die dann auch Holz nachgelegt werden kann. „Der Ofen muss immer 190 bis 200 Grad heiß sein“, erklärt Wessels und zeigt auf ein Thermometer neben der oberen Klappe.

Auf sieben Märkten steht der Holzofen jede Woche. Wessels: „Hier kennt man mich von dem Bauernmarkt in Altenoythe.“ Deswegen glaube er auch, dass der Friesoyther Markt für ihn ein Erfolg werde.

Neben verschiedenen Sorten wir Bauern-, Mehrkorn- oder Rosinenbrot, finden sich auf dem Verkaufswagen auch Kuchen und Kleingebäck. Besonders frisch seien die Berliner: „Die werden hier auf dem Markt in der Pfanne gebacken.“

Die Kunden, sagt Wessels, seien von seinen Produkten überzeugt. „Wer einmal Brot aus dem Holzofen gegessen hat, der will nichts anderes mehr essen.“ Manche Kunden würden 30 Brote kaufen und sie an Bekannte weitergeben. „Bald“, ist er sich sicher, „werden die Leute privat eigene Holzbacköfen aufstellen.“

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