• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Friesoythe

St.-Marien-Hospital: Damit Jamba wieder kicken kann

09.04.2013

Friesoythe Den FC Barcelona findet Jamba super. Der Zwölfjährige träumt davon, wie Lionel Messi zu kicken – ein extrem hochgestecktes Ziel für ein junges Fußballtalent. Aber für einen Jungen mit einem nicht verheilten Oberschenkelbruch, einem steifen Knie und einer mit Bakterien infizierten Wunde wird die Fußballerkarriere wohl nie mehr werden als ein Traum. Aber: Mit Freunden kicken wird Jamba bald wieder können.

Jamba kommt aus Angola. Alles, was Dr. Michael Renno vom St.-Marien-Hospital Friesoythe im vergangenen Herbst von dem Jungen kannte, war eine per Handy übertragene Röntgenaufnahme. Dann kam Jamba im November über die Organisation Friedensdorf International nach Oberhausen und schließlich in die Friesoyther Klinik. Mehrere Krankenhausaufenthalte und Operationen später hat der Junge seine schlimmsten Schmerzen hinter sich gelassen, der schiefe Beinbruch wurde aufwendig gerichtet und stabilisiert, und an diesem Mittwoch werden die Friesoyther Ärzte noch versuchen, etwas mehr Beweglichkeit in das Knie des Zwölfjährigen zu bringen.

Im Mai soll es für Jamba dann zurück in seine Heimat Angola gehen. Dann sieht er nach vielen Monaten der Trennung endlich seine Familie wieder: „Ich habe zwei Schwestern und sechs Brüder“, erklärt Jamba auf Deutsch – im Krankenhaus hat er die Sprache gelernt.

1967 in Oberhausen gegründet, holt die Organisation Friedensdorf International Kinder aus allen Kriegs- und Krisengebieten der Welt nach Deutschland, um ihnen hier eine medizinische Versorgung zukommen zu lassen, die in den Heimatländern unmöglich wäre. „Das sind einige Hundert Kinder im Jahr. Die meisten kommen derzeit aus Angola und Afghanistan“, so Friedensdorf-Mitarbeiterin Hanna Lohmann.

Die Behandlung von Jamba war nicht ganz billig. Dienstleistungen wurden ohne Entgelt erbracht – von den Ärzten, dem Rettungsdienst, Helfern des Kinderhospizdienstes in Friesoythe, die die Betreuung des Jungen übernahmen. Rund 10 000 Euro fallen an Sachkosten für Jambas Therapie an. 8000 Euro davon übernimmt der Rotary Club Cloppenburg-Quakenbrück, so der Club-Präsident Werner Kessing. Der Rest soll über Spenden finanziert werden oder wird vom Krankenhaus getragen. „Wir haben auch eine soziale Verpflichtung und wollen dem Nächsten Hilfe gewähren“, so Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Wessels.

Und Dr. Michael Renno fügt hinzu: „Wir wollen einem Fußballer auf die Beine helfen.“ Und in Zukunft noch weiteren verletzten Kindern.

Umfrage
Machen Sie mit beim großen Landkreis Cloppenburg-Check. Was gefällt Ihnen besonders in Ihrer Gemeinde/Stadt und wo sehen Sie noch Verbesserungspotential?

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2308
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.