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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Friesoythe

Präzisionsarbeit: 80 000 kleine Hammerschläge

23.05.2019

Friesoythe „Wir wollen ein Denkmal schaffen, das möglichst dicht am Original ist“, sagte Schmied Alfred Bullermann am Mittwoch mit Blick auf das Stadttor-Modell, das derzeit in seiner Friesoyther Schmiedewerkstatt geschaffen wird. Dass es ihm und seinem Team gelingen wird, zeigt sich schon allein an den Elementen, die bereits fertig sind.

Das Modell der „Lange Pforte“, das an der Ecke Bahnhofstraße/Burgstraße aufgestellt werden soll, wird im Maßstab 1:10 aus Messing mit hohem Kupferanteil gebaut. Und auf den Seitenwänden des rund 1,60 Meter hohen Stadttores werden genauso viele Steine angedeutet wie die Anzahl beim Original. Das bedeutet, dass jede einzelne Fuge zu sehen sein wird – gemeißelt in Handarbeit. Bullermann schätzt, dass rund 80 000 Schläge mit Hammer und Meißel von Nöten sind, um die Mauern so exakt wie möglich darzustellen. Am Ende wird das Modell rund 800 Kilogramm wiegen und es werden rund 1500 Arbeitsstunden im Projekt stecken.

Vom Fortschritt der Arbeiten konnten sich am Mittwoch Vertreter der Auftraggeber (Georg Litmathe und Joachim Stuke vom Stadttorverein, Dorothea Kuhlmann-Arends vom Aktionskreis „Wir verschönern unsere Stadt“, Wolfgang Letzel vom Heimatverein) sowie einige Sponsoren des Projektes überzeugen.

Das Stadttor-Projekt wird insgesamt rund 80 000 Euro kosten. Etwa 80 Prozent der Summe habe man bereits zusammen, freute sich Joachim Stuke. Auch Dank der Spenden, die am Mittwoch überreicht wurden. Franz-Josef Schewe und Hans-Jürgen Thurau vom Lions Club Cloppenburg überreichten 4000 Euro, Familie Hanneken aus Friesoythe, vertreten durch Bernd und Frank Hanneken, spendete 2500 Euro, Jürgen Focke von GS agri überreichte 2000 Euro und Dr. Norbert Naber vom Rotary Club Cloppenburg-Quakenbrück überreichte ebenfalls 2000 Euro.

Stuke konnte auch von vielen weiteren Spenden erzählen, viele von Familien aus Friesoythe. Besonders gefreut habe er sich über eine Spende von Familie Beuting. Diese wanderte vor 65 Jahren von Friesoythe nach Kanada aus und unterstützt das Stadttor-Projekt mit 500 Euro. Spenden werden auch weiterhin gerne angenommen, so Stuke.

Bei dem Aufbau des Stadttores geht es aber nicht nur um das Messing-Modell, das sich mit der Zeit übrigens dunkel einfärben wird. Auch der Sockel ist etwas Besonderes, wie Georg Litmathe berichten konnte. Der rund 1,20 Meter hohe Sockel wird komplett aus Steinen gebaut, die auch tatsächlich vom alten Stadttor stammen – es sei somit „historisches Material“.

Um alles weitere Baumaterial, das benötigt wird, kümmert sich als Sponsor Baustoffe Landwehr aus Friesoythe. Die Maurerarbeiten übernimmt, ebenfalls unentgeltlich, das Bauunternehmen Leo Meyer aus Friesoythe. Die komplette Planung und Baubegleitung liegt in den ehrenamtlichen Händen von Architekt Hans Kramer aus Friesoythe.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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