FRIESOYTHE - Am vergangenen Sonnabend hatte der SV Hansa Friesoythe die Idee, mit den zwei aufgestiegenen Fußballmannschaften auf einem Anhänger durch die Stadt zu fahren. Aus diesem Vorhaben wurde nichts (die NWZ berichtete). Auf der Meisterfeier kursierte die Meinung, die Polizei habe den Umzug nicht genehmigt.

Dies wurde jetzt von Frank Soika, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, dementiert. „Zu der in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Untersagung der Fahrt der siegreichen Mannschaften auf einem offenen Anhänger durch öffentliche Straßen in Friesoythe lag keine Genehmigung des Landkreises vor“, teilte Soika am Montag mit. In diesen Angelegenheiten sei ausschließlich der Landkreis als Genehmigungsbehörde zuständig, die Polizei überwache die Einhaltung der entsprechenden Normen und Anordnungen.

Dies bestätigte Ansgar Meyer, Pressesprecher des Landkreises. So hätten die Behörden einen Umzug durch die Stadt Friesoythe genehmigt, jedoch nicht den Transport von Personen auf einem offenen Anhänger hinter einer Zugmaschine. Auf Grund gesetzgeberischer Normen würden Ausnahmegenehmigungen in derartigen Fällen lediglich zur Brauchtumspflege erteilt. Die Beamten des Polizeikommissariats Friesoythe hätten keinerlei Ermessensspielraum, in diesem Fall anders zu entscheiden.

Meyer: „Wir haben den Verantwortlichen des SV Hansa mitgeteilt, dass wir für die Genehmigung das Gutachten eines Sachverständigen benötigten. Ob die Voraussetzungen für die Beförderung auf dem Tieflader erfüllt waren, ist nicht bekannt, weil uns diesbezüglich keine Unterlagen vorgelegt wurden.“