FRIESOYTHE - Siggi Sinnlos liebt Verkehrszeichen. Besonders gerne hätte er ein Zebrastreifenschild und möchte die Zebra-Markierung auf der Straße entfernen. Alleine kann er seinen Plan unmöglich in die Tat umsetzen, und so holt er sich Conny das Farbenmonster durch eine List dazu, die den Zebrastreifen verschwinden lässt. Mit Hilfe der Schulanfänger aller Grundschulen in Friesoythe, die sich in der Ludgeri-Grundschule versammelt haben, stellt die Polizei Siggi und lockt ihn in eine Falle.
Die pädagogische Puppenbühne (Päpp) der Polizeidirektion Oldenburg, die ihren Sitz in Wilhelmshaven hat, war am Donnerstagmorgen in der Ludgeri-Schule zu Gast und klärte 100 Schulanfänger mit Handpuppen über die Gefahren beim Überqueren und die richtige Benutzung eines Zebrastreifens auf. Zum vierköpfigen Team, das diesmal nur zu dritt war, gehören Uwe Wispeler, Jürgen Paul, Annelie Büter und Bianca Stutz. Insgesamt gibt es acht Puppenbühnen in Niedersachsen. Büte: „Wir überlegen uns unsere Stücke immer selber. Alle zwei Jahre führen wir ein neues Verkehrsstück auf. Wir fahren auch nach Hamburg zum Puppenspieler Wolfgang Buresch, von dem auch der Hase Cäsar kommt. Er hilft uns dann beim Puppenbau und erklärt uns wie man Stücke aufbaut.“
Neben Verkehrsstücken führt Päpp auch Stücke über Gewaltprävention und Umwelt auf. Gewaltprävention wird überwiegend in den dritten und vierten Klassen thematisiert. Dazu erstellt die Polizei einen Fragebogen und lässt anschließend die Eltern zu einem Elternnachmittag zusammenkommen. „25 Prozent der Eltern müssen da sein, sonst spielen wir nicht“, sagt Büter. Auch für Senioren und zu Weihnachten entwickelt das Team Vorführungen.
