Friesoythe/Shenga - Am OP-Tisch in der Krankenstation des kleines Dorfes Shenga, in der Demokratischen Republik Kongo, wird auf niedrigem Niveau gearbeitet – aber mit Erfolg. Im Licht einer Energiesparlampe entfernt der Arzt Aime Wetshomba Blinddärme, operiert Leistenbrüche und holt Kinder per Kaiserschnitt zur Welt.
„Das alles geht auch ohne moderne Technik und Ausrüstung. Operieren ist halt Handwerk“, sagt Brigitte Mager. Die 61-Jährige muss es wissen. Die Anästhesieärztin im Ruhestand hat viele Jahre mit Chirurgen am OP-Tisch im Klinikum Oldenburg gestanden. Auch in der Krankenstation in Shenga assistierte sie bei einer Operation – eines von vielen besonderen Erlebnissen der Oldenburger Delegation, die im Herbst nach Afrika gereist war, um zu sehen, was dort mit den Spenden des Vereins „Hilfe für Shenga“, zu deren Gründungsmitgliedern der Friesoyther Pfarrer Ulrich Bahlmann gehört, gemacht worden ist.
Seit zwölf Jahren unterstützt die Pfarrgemeinde St. Marien Friesoythe und St. Josef den Aufbau der Krankenstation in dem Dorf (etwa 4000 Einwohner), das zur Diözese Tshumbe gehört. Dr. Marcel Kilombo ist Pfarrer der Gemeinde Shenga und in Friesoythe durch seine Urlaubsvertretungen bestens bekannt. 250 Kilometer lang ist der Weg zum nächsten Krankenhaus für die Bewohner von Shenga, einer armen Gemeinde ohne Strom und Wasser im Busch. Die Oldenburger Christian Schramm, Brigitte Mager und Alexander Reil vom Shenga-Verein reisten 18 Tage durchs Land, waren begeistert von der Gastfreundschaft und beeindruckt davon, wie die Menschen das Leben in Armut und Staub meistern.
Von ihrer eindrucksvollen Reise zur von vielen Friesoy-thern unterstützten Krankenstation in Shenga wird die dreiköpfige Delegation am Dienstag, 21. Januar, im Forum des Elisabethhauses (neben dem Krakenhaus) in Friesoythe berichten. Gäste sind ab 20 Uhr willkommen.
