Friesoythe - Im Forum am Hansaplatz wurden am Sonnabendabend die Gewinner des Gestaltungswettbewerbs „Sitzmöbel in der Stadt Frie-soythe“, der im Rahmen des Projektes „Ab in die Mitte! Niedersachsen 2.0 NetzWerkStadt“ durchgeführt wurde, ausgezeichnet. Aufgrund der großen Resonanz sei die Veranstaltung vom St. Franziskus-Platz ins Forum verlegt worden, sagte Bürgermeister Johann Wimberg bei der Begrüßung der Gäste, der Vertreter rund um das Projekt einschließlich der Jury sowie der Wettbewerbsteilnehmer.
Innenstadt beleben
Sein besonderes Willkommen galt dem Präsidenten der Handwerkskammer Oldenburg, Manfred Kurmann, der mit Wimberg die Gewinner auszeichnete. Von rund 150 Teilnehmern wurden 61 Vorschläge eingereicht, darunter waren rund 100 Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) Friesoythe mit 24 Vorschlägen. Nicht Zaudern und Zagen, so Wimberg, bringe weiter, sondern etwas zu wagen.
Durch das Mitmachen habe Friesoythe den Wettbewerb gewinnen können und deshalb stünde man jetzt hier, um die Besten des Gestaltungswettbewerbs auszuzeichnen.
Durch die Aktion „Ab in die Mitte“ solle die Innenstadt belebt werden. Friesoythe sei gut aufgestellt und habe viel erreicht. Doch man dürfe sich nicht auf dem Erfolg ausruhen. Alle sollten den Erfolg der Stadt zur Aufgabe haben. Wimberg lobte die BBS und die Jugend, die sich vielfach eingebracht hätten. Die vielen außerordentlich guten Vorschläge seien der Jury anonym präsentiert worden.
Die Möbelstücke der drei Erstplatzierten werden als „einzigARTiges“ Sitzmöbel von Metallbaubetrieben aus der Projektgruppe gebaut. Die Gewinner sind in den Produktionsprozess eingebunden. Die Möbel werden am 12. September im Forum präsentiert. Alle Teilnehmer erhielten eine Stadttasse und eine Teilnahmeurkunde.
Die Arbeiten der drei Besten wurden mit Geldpreisen honoriert. Kurmann lobte die Aktion, die bei der Handwerkskunst gefragt sei, und zeichnete der Jugend eine positive Zukunft in Handwerksberufen auf. Der Jury bescheinigte er eine schwere Aufgabe, da sie unter vielen guten Vorschlägen hätte entscheiden müssen. Bewertungskriterien waren: Idee, Originalität, Verkehrssicherheit, Umsetzbarkeit, Funktionalität und Ergonomie. Es habe vier Bewertungsphasen gegeben, in denen die Jurymitglieder eine bestimmte Anzahl an Punkten vergeben konnten.
Sonderpreis ausgelobt
Von der schweren Aufgabe konnten sich die Besucher überzeugen. Alle Pläne wurden per Lichtbild präsentiert. Vorgestellt mit ihren Arbeiten wurden die sieben Besten. Linda Siemer aus Friesoythe gewann den Wettbewerb und sicherte sich 500 Euro als Gewinnprämie. Zweite wurde Viddene Heim-Derieux (Frie-soythe/300 Euro), Dritter Stefan Bührmann (Friesoythe/200 Euro). Vierter Platz, Schüler BBS Friesoythe: Nicole Lüpkes, Mona Bettenbrock, Joanna Rehring, Alina Perk, Lisa Deeken, Lisa Basler, Verena Feige, Manolo Laut und Katrin Nordenbrock; fünfter Platz, Schüler BBS Friesoythe: Jan Book, Tobias Mechelhoff und Simon Niemeyer; sechster Platz, BBS Friesoythe: Gruppe Dellwisch; siebter Platz: Rita und Rolf Paraat, Ausführung: Lars Wolff.
Für den jüngsten Teilnehmer wurde ein Sonderpreis ausgelobt, den der sechsjährige Christopher Oltmann aus Altenoythe erhielt. Zu den Arbeiten der Bestplatzierten wurden die Begründungen der Jury vom Kammerpräsidenten verlesen. Er befragte die Ausgezeichneten zudem zu ihren Arbeiten.
