MARKHAUSEN - MARKHAUSEN/KRF - „Es ist nicht einfach, Kandidaten für die Kommunalwahl zu finden“, erklärte der Markhauser CDU-Ortsvorsitzende Josef Trenkamp auf der Mitgliederversammlung seines Verbandes in der Gaststätte Schubert. Neben den bisherigen Ratsherren Heinz Norrenbrock und Franz-Josef Möller sowie seiner eigenen Kandidatur konnte der CDU-Chef der Versammlung keine weiteren Bewerber nennen, obwohl laut Vereinbarung mit dem CDU-Stadtverband fünf Personen nominiert werden sollten.

Trotz intensiver Bemühungen hätten sich in Ellerbrock, Augustendorf und Neumarkhausen keine Kandidaten finden lassen. CDU-Stadtverbandsvorsitzende Hildegard Kuhlen forderte die Markhauser auf, unbedingt in Augustendorf und Ellerbrock CDU-Kandidaten aufzustellen, sonst bestehe die Gefahr, dass die „Stimmen“ an die SPD fallen. Es sei wichtig, dem Wähler CDU-Angebote zu machen. Kuhlen appellierte an den Ortsverband, auch Frauen sowie Kandidaten mit unterschiedlichen Alters- und Berufsstrukturen aufzustellen. Franz-Josef Müller erklärte seine Bereitschaft, neben der Kandidatur für den Stadtrat auch für den Kreistag zu kandidieren.

Zu Beginn hatte Trenkamp betont, dass dank der CDU in den letzten Jahren viel im gesamten Stadtgebiet wie auch in Markhausen geschaffen worden sei. In Markhausen wie in den anderen Ortsteilen seien Bau- und Gewerbegebiete erschlossen worden, allerdings sei die Nachfrage zurzeit in Markhausen nicht so groß. Die Ratsherren Norrenbrock und Müller betonten ebenfalls, dass viel erreicht worden sei, aber jetzt müsse aufgrund der angespannten Finanzlage der Stadt Friesoythe gespart werden. Müller erklärte zudem, dass er seine Stimme nie für den Bau einer Biogasanlage abgeben werde, da durch sie auf Grund des großen Rohstoffbedarfs die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen in die Höhe getrieben würden und die herkömmliche Landwirtschaft nicht mehr konkurrenzfähig sei.

Diskutiert wurde in der Versammlung die Einrichtung eines Jugendzentrums, das in der Grundschule untergebracht werden soll. Allerdings bestehe noch kein Einvernehmen mit dem Schulleiter, dem Ortsverbandvorsitzenden Trenkamp.

Bürgermeister Johann Wimberg forderte eine optimistische Grundstimmung für Deutschland ein, denn nur so könne der Wirtschaftsstandort aufblühen. Die derzeit gute Stimmung im Lande wegen der Fußball-WM müsse erhalten bleiben und auf den Wirtschaftsstandort Deutschland übertragen werden. Wimberg erinnerte daran, dass beim C-Port über Gemeindegrenzen hinweg gedacht, geplant und gearbeitet werde und auf der anderen Seite auch den Ortsteilen für Gewerbeentwicklung Platz eingeräumt werde. Mit einem Seitenhieb auf die Landesregierung in Hannover betonte der Bürgermeister, wenn dort Gesetze gemacht würden für mehr Kindergartenbetreuung sowie Ganztagschulen, müsse auch ein entsprechender Scheck kommen, der die Kommune in die Lage versetze, die Kosten zu tragen.