Friesoythe - Bundes-Wissenschaftsministerin Dr. Johanna Wanka (CDU) steht schon drin, Fußball-Schiedsrichter Dr. Markus Merk und TV-Star Christian Wolff auch. Seit Montagabend ist das Goldene Buch der Stadt Friesoythe um einen weiteren klangvollen Namen reicher: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) trug sich ebenfalls ein.
Friesoythes Bürgermeister Johann Wimberg hieß den Landesvater im Beisein der Verwaltungsspitze, der stellvertretenden Bürgermeister und CDU-Fraktionsvorsitzenden willkommen und nutzte die Gelegenheit, den SPD-Politiker auf einige Anliegen in der Stadt hinzuweisen. Wimberg bat den Ministerpräsidenten, seinen Einfluss bezüglich des Küstenkanals geltend zu machen, um Möglichkeiten des Ausbaus zu erhalten. Land, Bund und Kommune müssten auch bei der Schleuse Osterhausen „an einem Strang ziehen“. Infrastrukturmaßnahmen wie der dritte Teilabschnitt des Entlastungsstraßen-Rings – Wimberg: „Wir sind auf Förderung des Landes angewiesen“ – oder die Ertüchtigung der Bahnstrecke mit der Anbindung an den C-Port sprach Wimberg ebenfalls an.
Ministerpräsident Weil sprach Friesoythe und dem Oldenburger Münsterland ein „großes Kompliment“ für die „tolle Entwicklung“ aus, die sich in der Bevölkerungszahl spiegele. Um die Stärke der Region zu erhalten, seien „maßgeschneiderte Konzepte“ notwendig. Zum Abschluss versprach Weil: „Ich komme gerne wieder. Schließlich will ich länger in diesem Amt bleiben.“
Nach dem Eintrag ins Goldene Buch ging es für den Ministerpräsidenten weiter zum Hotel Landhaus Pollmeyer. Dort wurde Weil bereits zum traditionellen „cramer ampts mahl“ der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg – Der kleine Kreis – erwartet. Er war Gastredner und sprach vor führenden Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Kirche zum Thema „Politik in Niedersachsen – Perspektiven und Chancen für den Nordwesten“. Anschließend wurde der Ministerpräsident von der Wirtschaftsvereinigung zum „Ehrencramer“ ernannt.

